• In einem Grazer Kindergarten soll es zu sexuellen Übergriffen gekommen sein.
  • Laut Landespolizeidirektion Steiermark sind sechs weitere Verdachtsfälle hinzugekommen.
  • Der tatverdächtige Pädagoge wurde vom Dienst freigestellt.

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Nach einem möglichen sexuellen Übergriff in einem Grazer Kindergarten sind nun sechs weitere Verdachtsfälle hinzugekommen, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Landespolizeidirektion Steiermark. Seit Anfang Oktober wurde nach Äußerungen eines Kindes gegenüber seiner Mutter und einer entsprechenden Anzeige bei der Polizei ermittelt. Nun soll auch ein weiterer Kindergartenstandort betroffen sein.

Laut Polizei wurden insgesamt sechs mögliche und zum Teil schwere Missbrauchsfälle in jenem Kindergarten erhoben, von dem aus die Ermittlungen ihren Ausgang genommen hatten. Doch schon im Herbst 2021 soll derselbe Pädagoge in einem anderen Kindergarten in Graz ein Kind sexuell missbraucht haben.

Tatverdächtige Person vom Dienst freigestellt

Die Stadt Graz als Betreiber der Einrichtungen will die Eltern des zweiten betroffenen Standorts nun per Brief informieren. "Die Verantwortlichen der Stadt Graz kooperieren eng mit der Polizei und unterstützen die Ermittlungsbehörden, um eine lückenlose Aufklärung des Falls zu gewährleisten. Die tatverdächtige Person wurde bereits beim ersten Tatverdacht vom Dienst freigestellt und wird bis zur finalen Klärung nicht mehr im Kinderdienst tätig sein", hieß es in einer Aussendung von Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP).

Für mögliche weitere Verdachtsfälle oder Auffälligkeiten hat die Polizei eine Kontaktstelle eingerichtet: Eltern können sich an die Polizeiinspektion Graz-Plüddemanngasse wenden - persönlich oder unter der Telefonnummer 059/133-6591.  © APA