• Die ÖFB-Auswahl hat am Mittwoch gegen Dänemark mit 0:4 verloren.
  • Damit liegt das Team als Tabellenvierter in Gruppe F fünf Punkte hinter dem Europameister von 1992.
  • Die Österreicher hatten in der Verbandsgeschichte noch kein Bewerbsspiel im eigenen Land mit einem solchen Torunterschied verloren.

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Österreichs Fußball-Nationalteam hat am Mittwoch in der WM-Qualifikation ein historisches Debakel kassiert. Die ÖFB-Auswahl verlor im Wiener Happel-Stadion gegen Dänemark mit 0:4 und liegt damit als Tabellenvierter in Gruppe F schon fünf Punkte hinter dem Europameister von 1992, der außerdem das um 16 Treffer bessere Torverhältnis aufweist. Nur der Gruppensieger reist fix zur Endrunde 2022 in Katar, sieben Runden sind noch ausständig.

Österreicher haben noch nie so hoch ein Bewerbsspiel im eigenen Land verloren

Die erste Niederlage der Österreicher nach acht Länderspielen durch Treffer von Andreas Skov Olsen (58., 73.), Joakim Maehle (63.) und Pierre-Emile Höjbjerg (67.) nahm historische Ausmaße an.

Mit vier Toren Unterschied hatte man in der Verbandsgeschichte noch kein Bewerbsspiel im eigenen Land verloren. Zuletzt hatte es 2011 in Gelsenkirchen mit einem 2:6 in der EM-Qualifikation gegen Deutschland eine Vier-Tore-Niederlage gesetzt. Zu Hause unterlagen die Österreicher zuletzt im November 2009 beim 1:5 gegen Spanien so hoch, damals allerdings in einem Testspiel.

Teamchef Franco Foda hatte im Vergleich zum 3:1 am Sonntag gegen die Färöer nur zwei Umstellungen vorgenommen - Stefan Ilsanker und Xaver Schlager rückten anstelle des gesperrten Florian Grillitsch und von Louis Schaub ins Team. Im Tor stand wie schon in den beiden Quali-Matches davor Alexander Schlager.

Auf eine ruhige erste Hälfte folgten brenzlige Minuten

Der LASK-Schlussmann erlebte nur in der ersten Hälfte einen ruhigen Abend. Die erste nur ansatzweise gefährliche Aktion des Spiels ließ bis zur 21. Minute auf sich warten, Martin Braithwaite verzog vom Sechzehner deutlich.

Wirklich brenzlig wurde es sechs Minuten später: Braithwaite spielte quer zur Mitte, Joakim Maehle kam aus dem Hinterhalt, sein Schuss wurde aber vom Knie von Stefan Lainer abgeblockt. Keeper Schlager wäre geschlagen gewesen.

Erst danach klopften die Gastgeber am gegnerischen Tor an. Sabitzer verfehlte das lange Eck (29.) und Kalajdzic war für eine Flanke von Lainer zu klein (39.). Die beste Chance hatte Christoph Baumgartner auf dem Fuß.

Nach einem gelungenen Angriff über Aleksandar Dragovic und Andreas Ulmer flog der Schlenzer des innerhalb des Strafraums postierten Hoffenheim-Profis relativ knapp am langen Eck vorbei (42.).

Dänen legten in der zweiten Halbzeit zu

In der zweiten Hälfte legten die Gäste einen Gang zu, das ÖFB-Team kam ins Wanken und kassierte schließlich in der 58. Minute das erste Tor. Thomas Delaney gewann das Laufduell mit Gernot Trauner und spielte auf den kurz zuvor eingewechselten Andreas Skov Olsen, der aus kurzer Distanz unter die Latte traf

Das 0:1 hinterließ bei den Österreichern Spuren. So brachte Ilsanker Goalie Schlager mit einem schlechten Rückpass in Bedrängnis, Jonas Wind scheiterte nach Ulmer-Fehler an Schlager (60.). Die Dänen hatten nun volle Spielkontrolle und sorgten mit drei weiteren Toren binnen kurzer Zeit endgültig für klare Verhältnisse.

In der 63. Minute ließ sich die ÖFB-Defensive wieder viel zu leicht düpieren, Maehle zog nach Delaney-Vorlage allein auf Schlager und schloss trocken zum zweiten Tor für Dänemark ab. Vier Minuten später erwischte Schlager bei einem weiten Ausflug aus seinem Tor den Ball nicht, Braithwaite servierte Höjbjerg das Spielgerät und der Tottenham-Profi verwertete ohne Mühe.

Österreicher kämpften bis in die letzten Minuten

Im Finish lief die Foda-Truppe planlos und unkoordiniert an, Dänemark stand kompakt und konterte eiskalt, so auch in der 73. Minute. Skov Olsen ließ Ulmer schlecht ausschauen und wuchtete den Ball ins lange Eck. In den letzten Minuten kämpften die Österreicher vergeblich um Schadensbegrenzung.

Weiter geht es für David Alaba und Co. in der Ausscheidung für die Endrunde in Katar 2022 erst im September mit den Auswärtsspielen gegen die Republik Moldau und Israel sowie dem Heimspiel gegen Schottland. Davor rückt im Juni die EURO in den Mittelpunkt.  © APA

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