Es ist ein sprichwörtlich ein handfester Skandal: Eigentlich sollte ein französischer Priester ein Kind taufen, doch das schreiende Baby ließ ihn die Beherrschung verlieren. Ein Video des Vorfalls verbreitet sich im Netz derweil millionenfach.

Weitere aktuelle News finden Sie hier

In Frankreich hat ein Priester Empörung ausgelöst, weil er einem schreienden Baby bei der Taufe eine Ohrfeige verpasste. Die Diözese verbot dem 89-Jährigen am Freitag alle Tauf- und Hochzeitszeremonien.

Ein Video des Vorfalls in einer Kirche in Champeaux, bei der der Priester den Täufling unter den entgeisterten Blicken der Eltern ohrfeigte, wurde in sozialen Netzwerken millionenfach geteilt.

Priester ohrfeigt Baby bei Taufe

Es ist ein sprichwörtlich ein handfester Skandal: Eigentlich sollte ein französischer Priester ein Kind taufen, doch das schreiende Baby ließ ihn die Beherrschung verlieren. Ein Video des Vorfalls verbreitet sich im Netz derweil millionenfach. © YouTube

Es zeigt, wie der Geistliche zunächst das Gesicht des Kindes greift und um "Ruhe" bittet, bevor er das Kind schlägt.

Die Diözese der Region nahe Paris sprach von einem "Verlust an Beherrschung", bedingt durch "eine Erschöpfung des betagten Priesters", was die Handlung des Mannes "aber nicht entschuldigt".

Konsequenzen für betagten Priester

Dem Geistlichen sei die "Unangemessenheit seiner Bewegung" auch bewusst, erklärte die Diözese weiter. Er habe sich nach der Taufe bei dessen Eltern entschuldigt. Gleichwohl habe der zuständige Bischof "vorsorgliche Maßnahmen" ergriffen und dem Priester die Teilnahme an sämtlichen Tauf- und Hochzeitszeremonien untersagt.

In einem Radio-Interview spielte der Mann am Freitag seine Handlung herunter. "Es war zwischen einer Umarmung und einem kleinen Klaps", sagte er. Er habe das Baby beruhigen wollen und nicht gewusst, was er tun solle. (sg/APA)