• Die Richterin im Prozess um Boris Becker will das Strafmaß am Nachmittag verkünden.
  • Dem Ex-Tennis-Star droht lange Haft.

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Die Verkündung des Strafmaßes für Ex-Tennisstar Boris Becker in London hat nach einer Verzögerung am Freitagnachmittag begonnen. Zunächst rekapitulierte Richterin Deborah Taylor den Fall, bevor sie ihre Entscheidung mitteilen wollte.

Becker 2017 für zahlungsunfähig erklärt

Becker war 2017 gerichtlich für zahlungsunfähig erklärt worden und musste daraufhin sein Vermögen offenlegen. Dennoch verschwieg er mehrere Besitztümer.

Eine Jury sprach den dreifachen Wimbledon-Sieger deshalb vor drei Wochen in 4 von 24 Anklagepunkten schuldig. Die Laienrichter gelangten zu der Ansicht, dass Becker den Besitz einer Immobilie in seinem Heimatort Leimen verschleierte, unerlaubterweise hohe Summen auf andere Konten überwies sowie Anteile an einer Firma für künstliche Intelligenz und eine Darlehensschuld verschwieg.

Boris Becker droht lange Haftstrafe

Becker droht lange Haft, die Höchststrafe beträgt sieben Jahre. Aber auch eine Bewährungsstrafe ist möglich. Gegen das Urteil kann der 54-Jährige Rechtsmittel einlegen.

Staatsanwältin Rebecca Chalkley nannte am Freitag keine Strafmaßforderung, machte aber deutlich, dass sie eine Bewährungsstrafe nicht für ausreichend hält. Beckers Anwalt Jonathan Laidlaw hingegen bat um Milde und sprach sich für eine Bewährungsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren aus. (dpa/msc)

Thomas Gottschalk

"Boris hat keine verarmten Omas abgezockt": Thomas Gottschalk nimmt Boris Becker in Schutz

Nach dem Schuldspruch Boris Beckers im Londoner Strafprozess bekommt der 54-Jährige nun Beistand von Thomas Gottschalk. "Boris hat keine verarmten Omas abgezockt", sagt der Entertainer der "Bild"-Zeitung. Und er findet noch weitere, deutliche Worte.