Der Ausbruch des "Kilauea" auf Hawaii hält die Insel in Atem. Bisher konnte geschicktes Krisenmanagement Schlimmeres verhindern.

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Glühende Lavafontänen und giftige Gase: Der Vulkanausbruch auf Hawaii hat einige Zerstörungen verursacht, sie bleiben aber auf ein überschaubares Gebiet begrenzt. Mindestens 26 Häuser in einem Wohngebiet östlich des Vulkans Kilauea auf Hawaiis größter Insel Big Island seien von Lavaströmen vernichtet worden, teilte die Zivilschutzbehörde am Sonntagabend (Ortszeit) mit.

Zehn Risse hätten sich mittlerweile aufgetan, durch die Lava an die Erdoberfläche treten könne, hieß es weiter. Angaben zu Verletzten oder anderweitigen Schäden gab es zunächst nicht.

Eruption startete bereits im April

Die Eruption des Kilauea hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am 30. April begonnen. Am Donnerstag waren durch einen ersten Riss erstmals Lava, Rauch und Asche ausgetreten.

Es gab mehrere Erdbeben, die leichtere Schäden an Straßen auf Big Island verursachten und vorübergehend für Stromausfälle sorgten. Insgesamt maß die Erdbebenwarte allein in 24 Stunden 477 Nachbeben.

Häuser gingen in Flammen auf

Bereits am Donnerstag hatten rund 1700 Menschen im Osten von Big Island auf Geheiß der Zivilschutzbehörde ihre Häuser verlassen. Die Anordnung bleibe weiter in Kraft, hieß es am Sonntag. Anwohner könnten sich aber bei Tage nähern und nach ihren Häusern schauen, sofern es die Verhältnisse zuließen.

Anwohner Greg Webber sagte der Zeitung "USA Today", er habe acht Häuser seiner Nachbarn in Flammen aufgehen sehen. Er selbst werde aber solange nicht weggehen, bis die Lava einen Zentimeter von seinem Haus entfernt sei. "Ich habe sowas schon eine Million Mal erlebt." Nachbar Greg Chunn sagt: "Wie könnte ich mich denn von sowas wegbewegen? So eine Erfahrung macht man einmal im Leben."

Lava tritt durch Risse hinaus

Auf der zu den USA gehörenden Inselgruppe liegen gleich mehrere Vulkane, der Kilauea ist einer der aktivsten der Welt. Brechen die für Hawaii typischen Schildvulkane aus, kann Lava nicht nur aus dem Krater fließen, sondern auch durch unterirdische Risse an anderen Stellen an die Oberfläche treten.

Die Zivilschutzbehörde bat eindringlich Schaulustige darum, sich nicht zu nähern. "Es ist nicht die Zeit für Sightseeing", hieß es. (dpa/mc)

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