Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat von ihrer Partei in der Debatte über ein neues Grundsatzprogramm mehr Rückbesinnung auf ihre christlichen Wurzeln verlangt.

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Man solle den Muslimen nicht zum Vorwurf machen, wenn sie sich zu ihrem Glauben bekennen würden, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Konferenz von CDU-Kreisvorsitzenden in Berlin.

Stattdessen müsse mehr darüber gesprochen werden, was das Christentum für die CDU bedeute. Es reiche nicht aus, "das Christentum als Hülse im Mund zu haben".

Zugleich verlangte Merkel von ihrer Partei mehr Offenheit in den Diskussionen über Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Es bedrücke sie, dass in Zeiten solcher riesiger technischer Revolutionen nicht mit mehr Begeisterung darüber gesprochen werde.

Merkel fordert Zukunftsoptimismus

Zwar dürfe man nicht blind nur die Chancen sehen. Wenn aber der Wohlstand erhalten werden solle, müsse die Partei über diese Bereiche debattieren.

Die Parteichefin forderte, diese Aufgaben "mit Zukunftsoptimismus, nicht mit Angst und Verspannung" anzugehen.

In der Diskussion über die am 25. Mai in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) mahnte Merkel, natürlich müssten die Menschen über ihre Daten verfügen können. Es müsse aber aufgepasst werden, dass die Regeln nicht unpraktikabel ausfielen.

So werde sich beispielsweise die künstliche Intelligenz ohne den Umgang mit großen Datenmengen nur so entwickeln "wie eine Kuh, die kein Futter kriegt".

Die DSGVO verlangt von Unternehmen umfangreiche Anpassungen an die neuen Regeln. Vor allem soll der Verbraucherschutz und der transparente Umgang mit Daten gestärkt werden.© dpa

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