Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach Angaben der Polizei zu Schlägereien zwischen überwiegend aus Irak stammenden Migranten gekommen. Der Grund blieb zunächst unklar.

Weitere aktuelle News finden Sie hier

Während der Ausschreitungen, die sich am Montag ereigneten, ist eine kleine Container-Klinik im Lager verwüstet worden, hieß es aus Polizeikreisen am Dienstag weiter. Mehrere Migranten seien leicht verletzt worden, berichteten örtliche Medien.

Im Lager Moria mit einer Aufnahmekapazität von 3.000 Menschen harren gut 6300 Menschen seit Monaten aus.

In den vergangenen Tagen haben - offenbar wegen des sehr ruhigen Wetters - nach Angaben des Migrationsministeriums gut 600 neue Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis übergesetzt.

Ein seit März 2016 geltender EU-Türkei-Flüchtlingspakt sieht vor, dass alle Flüchtlinge, die auf den Inseln der Ostägäis ankommen, von dort zurück in die Türkei gebracht werden müssen, wenn sie in Griechenland kein Asyl bekommen. Asylverfahren laufen aber wegen Personalmangels sehr langsam. © dpa