Die niederösterreichische SPÖ bedauert ein Posting, das die SPÖ Langenzersdorf nach einem Anschlag auf eine FPÖ-Landesgeschäftsstelle abgesetzt hatte. Gleichwohl verlangt der Chef der Landes-SPÖ eine Entschuldigung von FPÖ-Seite.

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Wolfgang Kocevar, Landesgeschäftsführer der SPÖ NÖ, hat am Dienstag ein mittlerweile vom Netz genommenes Facebook-Posting der SPÖ Langenzersdorf nach dem Brandanschlag auf die FPÖ-Landesgeschäftsstelle in St. Pölten bedauert. Vom freiheitlichen Generalsekretär Christian Hafenecker erwarte er nach dessen Aussagen vom Vortag eine Entschuldigung.

Es werde ein Rundlaufbeschluss vom Landesparteivorstand eingeholt, um dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPÖ Langenzersdorf, der "auch Mitglied des Bezirksvorstandes ist, eine Verwarnung und ein zeitweiliges Funktionsverbot auszusprechen", teilte Kocevar mit. "Worte sind nach solchen Taten absolut mit Bedacht zu wählen - das ist in dieser Situation nicht passiert und auch nicht zu entschuldigen. Deswegen haben wir hier nun gehandelt. Gegenseitige Unterstellungen sind keinesfalls angebracht und absolut nicht der Stil der SPÖ NÖ!"

Kocevar: Hafeneckers Aussagen "völlig daneben"

Hafeneckers Aussagen vom Montag seien "völlig unverständlich und daneben", so Kocevar. "Jede Form von Gewalt ist auf das Schärfste zu verurteilen!" Andere Parteien und NGOs bei einer derart abscheulichen Tat willkürlich mitverantwortlich zu machen, sei "absolut letztklassig". Deshalb erwarte er die Entschuldigung von Hafenecker, sagte der Parteimanager der SPÖ NÖ.

Darauf sprang am Dienstag auch die rote Ortsgruppe Langenzersdorf in einem weiteren Facebook-Posting auf.

"Bevor die Lügen-FPÖ heult, weil wir die - mehr als naheliegende - Frage aufgeworfen haben, ob es nicht sogar jemand aus dem Umfeld der FPÖ selbst war, der die Fassade ihres Lagerhaus (sic!) angezündet hat (dazu stehen wir, diese Vermutung ist mehr als naheliegend!)", wäre eine Entschuldigung fällig. Ohne Beweise sei "in hetzerischer Manier" ein "Anschlag von einem Quartett von Linksextremisten, die von SPÖ, Grünen und NGOs wie SOS-Mitmensch gestützt und beschützt werden" unterstellt worden.  © APA

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