Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva strebt trotz anhaltender Differenzen mit europäischen Staaten einen zügigen Abschluss eines Freihandelsabkommen zwischen der EU und der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur an.

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Man wolle den Deal noch "in diesem Jahr abschließen", sagte Lula am Montag in Brüssel vor einem Gipfeltreffen der EU mit lateinamerikanischen und karibischen Staaten. Ein "ausgewogenes Abkommen" werde "neue Horizonte" eröffnen.

Das geplante Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay liegt seit dem Abschluss von Verhandlungen im Jahr 2019 auf Eis, weil einigen EU-Staaten nicht stark genug auf Themen wie Klima, Umwelt und Menschenrechte eingegangen wird. Vorschläge für eine Zusatzerklärung wollten die Südamerikaner bislang allerdings nicht akzeptieren. Das Freihandelsabkommen könnte eine der größten Freihandelszonen der Welt mit mehr als 700 Millionen Menschen schaffen. Es soll Zölle abbauen und damit den Handel ankurbeln.

Lula betonte in seiner Rede zum Auftakt des Gipfels in Brüssel die Bedeutung des öffentlichen Auftragswesens für die Handelsbeziehungen. Diese seien ein wichtiges Instrument zur Vernetzung von Investitionen in die Infrastruktur und zur Unterstützung der Industriepolitik, sagte er. Zu öffentlichem Auftragswesen gehören beispielsweise Ausschreibungen für den Neubau öffentlicher Gebäude oder Straßen.  © dpa

Brasiliens Präsident Lula zu Besuch in Belgien
König Philippe von Belgien (l) und Luiz Inacio Lula da Silva, Präsident von Brasilien, geben sich die Hand vor einer Audienz im Königlichen Palast. © dpa / Dirk Waem/Belga/dpa
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