Chiles Abgeordnetenkammer hat mit großer Mehrheit eine Gesetzesvorlage zur Reduzierung der Arbeitszeit in dem südamerikanischen Land gebilligt. Das berichtete die chilenische Zeitung "La Tercera" am Dienstag (Ortszeit). Einer Mitteilung der Regierung zufolge wird Präsident Gabriel Boric den Erlass in den kommenden Tagen unterzeichnen, damit die Wochenarbeitszeit schrittweise von 45 auf 40 Stunden reduziert werden kann. Damit wird Chile nach Ecuador das zweite Land in Südamerika, das die von der Internationalen Arbeitsorganisation empfohlene Arbeitszeit einführt.

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Das ursprüngliche Gesetzesprojekt war in Chile im Jahr 2017 von dem heutigen Regierungsmitglied Camila Vallejo und der Abgeordneten Karol Cariola von der Kommunistischen Partei eingebracht worden. Die Arbeitnehmerrechte sind ein wichtiger Pfeiler des Programms, mit dem Boric, wie Vallejo ein ehemaliger Anführer der Studentenbewegung, als jüngster Präsident des südamerikanischen Landes am 11. März 2022 sein Amt angetreten hatte.  © dpa

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