Angesichts der hohen Zahl an Flüchtlingen auf der italienischen Insel Lampedusa will die EU-Kommission 14 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung stellen.

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Damit sollen die Aufnahmebedingungen für Geflüchtete in den oft überfüllten Camps der Insel verbessert werden, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Das Geld geht an die Internationale Organisation für Migration (IOM), die eng mit den italienischen Behörden und der EU-Asylagentur zusammenarbeiten soll. Damit soll beispielsweise für Kleidung, Essen und Medikamente gesorgt werden. Ende Juni waren mehr als 3250 Menschen im dortigen Aufnahmezentrum untergebracht, das eigentlich nur für 400 Personen ausgelegt ist, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa damals berichtete.

Lampedusa liegt zwischen Sizilien und Nordafrika, vom tunesischen Sfax ist die Insel knapp 190 Kilometer entfernt. Viele Menschen versuchen immer wieder mit Booten aus Tunesien und Libyen über das zentrale Mittelmeer nach Lampedusa, Malta, Sizilien oder auf das italienische Festland zu gelangen. Allein bis Montag zählte das Innenministerium in Rom mehr als 78 100 Bootsmigranten, die seit Jahresbeginn an Italiens Küsten ankamen - im Vorjahreszeitraum waren es rund 33 100.  © dpa

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