Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Arbeiten Hilfsorganisationen bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mit Schleppern zusammen? Ein Ermittler in Italien will Beweise dafür gefunden haben. Die NGOs reagieren mit Empörung.

Aufregung in einem Flüchtlingslager in Nordfrankreich: In Grande-Synthe bei Dünkirchen ist vollständig niedergebrannt, zuvor gab es Kämpfe zwischen einzelnen Flüchtlingsgruppen.

Sebastian Kurz ortet einen "NGO-Wahnsinn", wenn es um die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer geht. Er bekräftigt bei einem Lokalaugenschein in Malta erneut seinen Vorschlag, Flüchtlinge in Zentren außerhalb der EU unterzubringen.

Ein Jahr nach Abschluss des Flüchtlingspakts mit der EU hat die Türkei mit dessen Aufkündigung gedroht. Das Abkommen werde neu bewertet, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwochabend in einem Interview des Senders 24 TV.

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2015 ist das Jahr der Flüchtlingskrise gewesen. Man dürfe dieses "Katastrophenjahr" nicht als Messkriterium nehmen und aktuelle Flüchtlingszahlen daran messen, warnt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil.

Am 9. März 2016 schließt nach Slowenien, Kroatien und Serbien auch Mazedonien seine Grenze für Flüchtlinge und andere Migranten. Damit ist der Weg über das Balkangebirge weitgehend dicht, über die 2015 Hunderttausende nach Deutschland und Österreich gekommen waren.

Seit einem Jahr gilt die Balkanroute als geschlossen. Doch nach wie vor versuchen Flüchtlinge ihr Glück auf diesem Weg. Andere hängen noch immer dort fest. Und ausgerechnet die Schlepper profitieren von dieser Situation.

EU-Staaten sind nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht verpflichtet, Asylbewerbern ein Visum zur legalen Einreise auszustellen.

Der Mord der Woche im "Tatort", die neuesten Folgen der "Big Bang Theory", die tägliche Dosis "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die 100. Wiederholung von "Pretty Woman" oder die Ausstrahlungstermine der Fußball-Bundesliga: Hier finden Sie auf einen Blick alle Sendetermine ihrer Lieblingsserien und Live-Shows, dazu alle Top-Filme und Sport-Events.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt in Ägypten und Tunesien um Unterstützung in der Flüchtlingsfrage. Dabei liegt das eigentliche Problem in einem Nachbarland. Warum Deutschland und Europa von einer raschen Lösung noch weit entfernt sind.

Vor zwei Wochen hatten sich Bund und Länder auf schnellere Abschiebungen geeinigt. Jetzt drückt der Innenminister aufs Tempo. Noch vor dem Sommer soll der härtere Kurs umgesetzt werden.

Mehrere Hundert Flüchtlinge haben nach Angaben von Behörden die spanische Exklave Ceuta in Marokko gestürmt. Das teilten Rettungskräfte via Twitter mit.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) forderte Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in nordafrikanischen Ländern einzurichten. Zuspruch erhielt de Maizière zuletzt von SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, woraufhin er Kritik - vor allem aus den eigenen Reihen - erntete. Dabei könnten die neuen Pläne Menschenleben retten. Zumindest unter gewissen Voraussetzungen.

Noch immer kommen Flüchtlinge über die Balkanroute. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil bemängelt den aktuellen Grenzschutz. Er will das Bundesheer zur Grenzsicherung einsetzen - und fordert einen konsequenteren Umgang mit illegalen Migranten.

Österreichs Alleingang bei der Einführung einer Obergrenze für Flüchtlinge wurde vor einem Jahr gerade in Deutschland viel kritisiert. Der kleine Nachbar lässt sich nicht beirren.

Immer mehr nach Deutschland geflohene Menschen aus Syrien und dem Irak lassen ihre Familien nachkommen und beantragen dazu Visa bei den deutschen Botschaften.

Die Grenzkontrollen werden so bald kein Ende haben - im Gegenteil: Österreich und Deutschland beschlossen am Donnerstag gemeinsam, die Kontrollen auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Auch an der Grenze Österreichs zur Slowakei soll künftig kontrolliert werden.

Eine ungarische Kamerafrau, die im Sommer 2015 während der Arbeit absichtlich nach davonlaufenden Flüchtlingen trat, hat eine Bewährungsstrafe bekommen.

Gesucht werden vermisste Brüder und Schwestern, Eltern oder Kinder: Im vergangenen Jahr haben sich beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) so viele Flüchtlinge mit Anfragen gemeldet wie noch nie.

Im Zuge des Flüchtlingsabkommens der EU mit der Türkei sind im vergangenen Jahr einem Medienbericht zufolge 2672 syrische Flüchtlinge legal aus der Türkei nach Europa gekommen.

Österreich will die Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit zu verlängern - um keine Risiken einzugehen, wie Innenminister Wolfgang Sobotka in einem Interview mit der "Welt" erklärte.

Einen "atmenden Deckel" hatten Innenexperten der Union vorgeschlagen, um den Konflikt zwischen Seehofer und Merkel um eine Obergrenze für Flüchtlinge endlich zu beenden. Auf ...

In Deutschland sind in den ersten drei Quartalen 2016 rund 420.000 Asylanträge gestellt worden, der Spitzenwert in der EU.

Ein Tweet der Kölner Polizei in der Silvesternacht hat Kritik hervorgerufen. Es geht um die Verwendung des Begriffs "Nafri" für Nordafrikaner. Der Polizeipräsident rechtfertigt sich.

Die Zahl der Straftaten, bei denen Zuwanderer Täter oder Tatverdächtige sind, ist nach einem Medienbericht im Laufe dieses Jahres gesunken.

Hunderttausende unbearbeitete Asylanträge haben sich im Bundesflüchtlingsamt angehäuft. Die Behörde widmet sich inzwischen zunehmend komplexeren Altfällen. BAMF-Chef Weise ...

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) will Ländern die Entwicklungshilfe kürzen, wenn sie abgelehnte Asylbewerber nicht zurücknehmen.

Im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge sollen nicht mehr "automatisch" in Europa abgesetzt werden. Das fordert die CSU-Landesgruppe im Bundestag laut Medienbericht. Dafür soll mit afrikanischen Staaten zusammengearbeitet werden.

Bei der Zahl der Angriffe auf Asylbewerberunterkünfte zeichnet sich 2016 ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ab.

Unter den am Mittwochabend aus Frankfurt nach Afghanistan abgeschobenen 34 abgelehnten Asylbewerbern waren nach Angaben von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) ein Drittel Straftäter.

Die Kontrollen an der Grenze zwischen Österreich und Bayern werden wieder intensiviert: Es soll rund um die Uhr kontrolliert werden - allerdings weiter nur stichprobenartig. Möglicherweise greift die Maßnahme noch bis September 2017.

Im nordfranzösischen Calais ist die Mauer fertiggestellt worden, die das Aufspringen von Flüchtlingen auf LKWs vor dem Eurotunnel verhindern soll.

Eine Sammelabschiebung von Afghanen in die Heimat sorgt für Streit: Ist die Maßnahme vertretbar oder nicht? Fest steht: Die Menschen kehren in ein Land im Notstand zurück.

Die von der österreichischen Regierung festegelegte Obergrenze wird 2016 nicht erreicht. Ende November lag die Zahl der Anträge, die zum Asylverfahren zugelassen wurden, bei 32.295.

Christian Streich, Trainer von Fußball-Bundesligist SC Freiburg, hat sich erneut politisch geäußert. Dabei richtete er in Folge des Mordes an einer Studentin in Freiburg, der mutmaßlich von einem Flüchtling begangen wurde, einen Appell an die Gesellschaft.

Die Debatte um Verbrechen, die von Flüchtlingen begangen werden, ist schwierig. Experten warnen davor, real existierende Probleme unter den Tisch zu kehren. Denn dadurch vergrößert sich das Leid der Opfer und rassistische Verschwörungstheoretiker haben leichtes Spiel.

Vor dem Parteitag der Christdemokraten in Essen macht Parteivize Strobl Stimmung für eine härtere Asylgesetzgebung. Er vermeidet das Wort "Obergrenze", will aber Flüchtlinge sogar nach Afghanistan abschieben.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht, den Flüchtlingspakt mit der EU aufzukündigen. Angesichts von drei Millionen in der Türkei lebenden Flüchtlingen steigt die Sorge vor einer neuen Migrationswelle. Wie gut ist Europa auf dieses Szenario vorbereitet?

"Wenn Sie noch weiter gehen, werden die Grenzen geöffnet": Seit der erneuten Drohung des türkischen Präsidenten Erdogan, den Flüchtlingsdeal platzen zu lassen, herrscht Unruhe. Was kann die EU tun?

Der türkische Präsident Erdogan droht Europa mit der Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens. Auf der Balkanroute geht Angst vor einem neuen Ansturm von Migranten um. Viel mehr als neue Zäune fällt den Transitländern bisher allerdings dazu nicht ein.

Die bulgarische Polizei hat nach Ausschreitungen im größten Flüchtlingszentrum des Landes etwa 400 Menschen festgenommen. Auch in einem Lager auf der griechischen Insel Lesbos kam es zu Ausschreitungen. Auslöser war ein Unfall mit zwei Toten.

Ein in Baden-Württemberg lebender syrischer Flüchtling soll sich Material zum Bau von Waffen oder Sprengstoff verschafft haben.

Mehr als 1.000 Bootsflüchtlinge hat die italienische Marine aus dem Mittelmeer geborgen und nach Palermo auf Sizilien gebracht. Bei dem Einsatz am Montag seien auch zehn Leichen gefunden worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Erdogans Zorn richtet sich wieder einmal gegen Berlin. Der türkische Präsident wirft Deutschland vor, Terrorismus zu unterstützen. Sein Außenminister droht der EU unterdessen ...

Die Türkei hat der Europäischen Union mit der Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens noch vor Ende dieses Jahres gedroht, sollte ihre Forderung nach Visafreiheit für türkische Bürger in der EU nicht bald erfüllt werden.

Alle Flüchtlinge haben das Lager im nordfranzösischen Calais wegen starker Brände verlassen. "Das Lager ist endgültig leer", sagte die Präfektin Fabienne Buccio am Mittwoch dem französischen Nachrichtensender BFMTV in Calais.

Im Flüchtlingscamp von Calais in Nordfrankreich sind Gasflaschen explodiert. Dabei wurde in der Nacht ein Flüchtling leicht verletzt, wie der Radiosender France Inter berichtete. Demnach gab es auch mehrere Brände.

Die meisten Grenzen in Europa sind unsichtbar geworden - Reisende bemerken sie kaum. Doch in der Flüchtlingskrise haben Deutschland und andere Länder wieder Kontrollen eingeführt. Werden sie noch einmal verlängert?

Die Räumung des riesigen Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais beruht zunächst auf Freiwilligkeit. Die Menschen lassen sich in einer vom Staat hergerichteten Halle registrieren und besteigen Busse, die in verschiedene Regionen Frankreichs fahren. Bislang verläuft die Aktion friedlich. Doch das könnte sich ändern, denn es gibt Widerstand.

Bei der Flucht über das Mittelmeer sind nach UN-Angaben in diesem Jahr bereits mindestens 3.740 Menschen umgekommen. Damit sei zu befürchten, dass die Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge bis Ende 2016 den Rekord des Vorjahres noch deutlich übersteigen werde, sagte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) am Dienstag in Genf. 2015 seien 3.771 Todesfälle registriert worden.

Die französischen Behörden haben die Räumung des Flüchtlingslagers in Calais fortgesetzt. Das bestätigte der Sprecher der Präfektur Pas-de-Calais am Dienstag.