Flüchtlingskrise in Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Im Streit um die Grenzkontrollen am Brenner will die Regierung neue Maßnahmen setzen. Ab Donnerstag sollen Soldaten des Bundesheeres verdeckte Fahnder unterstützen.

Die "Identitäre Bewegung" will Flüchtlinge von Europa fernhalten. Dafür haben die Rechtsextremen ein Schiff im Mittelmeer gechartert. Ein Schweizer Ex-Soldat soll dabei eine wichtige Rolle spielen - und als Koordinator auf dem Schiff fungieren.

Sebastian Kurz überflügelt beim Thema Asyl die FPÖ: Die Pläne des Außenministers kommen laut einer OGM-Umfrage besser an als die von Heinz-Christian Strache. Relativ abgeschlagen scheint SPÖ-Chef Christian Kern - dafür gibt es einen Grund.

In der Flüchtlingskrise droht Italien mit der Abweisung von Schiffen mit geretteten Migranten. Dabei ist Italien das Hauptankunftsland für Bootsflüchtlinge. Wie es zu dieser drastischen Androhung kam und ob deren Umsetzung überhaupt legal wäre.

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In Kecskemėt in Ungarn wird nach dem Tod von 71 Menschen in einem LKW auf einem Pannenstreifen in Nickelsdorf gegen deren Schlepper prozessiert. Mit dabei ist auch die Witwe eines der Opfer. Der ORF-Report beleuchtet das Thema.

Außenminister Kurz sieht sich in Europa als Taktgeber für eine weiter verschärfte Flüchtlingspolitik. Übers Mittelmeer dürfe kein Migrant mehr nach Europa gelangen. Wer sich einschiffe und gestoppt werde, müsse woanders hingebracht werden.

Sebastian Kurz ortet einen "NGO-Wahnsinn", wenn es um die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer geht. Er bekräftigt bei einem Lokalaugenschein in Malta erneut seinen Vorschlag, Flüchtlinge in Zentren außerhalb der EU unterzubringen.

Ein Jahr nach Abschluss des Flüchtlingspakts mit der EU hat die Türkei mit dessen Aufkündigung gedroht. Das Abkommen werde neu bewertet, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwochabend in einem Interview des Senders 24 TV.

Der Mord der Woche im "Tatort", die neuesten Folgen der "Big Bang Theory", die tägliche Dosis "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die 100. Wiederholung von "Pretty Woman" oder die Ausstrahlungstermine der Fußball-Bundesliga: Hier finden Sie auf einen Blick alle Sendetermine ihrer Lieblingsserien und Live-Shows, dazu alle Top-Filme und Sport-Events.

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2015 ist das Jahr der Flüchtlingskrise gewesen. Man dürfe dieses "Katastrophenjahr" nicht als Messkriterium nehmen und aktuelle Flüchtlingszahlen daran messen, warnt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil.

Seit einem Jahr gilt die Balkanroute als geschlossen. Doch nach wie vor versuchen Flüchtlinge ihr Glück auf diesem Weg. Andere hängen noch immer dort fest. Und ausgerechnet die Schlepper profitieren von dieser Situation.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt in Ägypten und Tunesien um Unterstützung in der Flüchtlingsfrage. Dabei liegt das eigentliche Problem in einem Nachbarland. Warum Deutschland und Europa von einer raschen Lösung noch weit entfernt sind.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) forderte Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in nordafrikanischen Ländern einzurichten. Zuspruch erhielt de Maizière zuletzt von SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, woraufhin er Kritik - vor allem aus den eigenen Reihen - erntete. Dabei könnten die neuen Pläne Menschenleben retten. Zumindest unter gewissen Voraussetzungen.

Noch immer kommen Flüchtlinge über die Balkanroute. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil bemängelt den aktuellen Grenzschutz. Er will das Bundesheer zur Grenzsicherung einsetzen - und fordert einen konsequenteren Umgang mit illegalen Migranten.

Österreichs Alleingang bei der Einführung einer Obergrenze für Flüchtlinge wurde vor einem Jahr gerade in Deutschland viel kritisiert. Der kleine Nachbar lässt sich nicht beirren.

Die Grenzkontrollen werden so bald kein Ende haben - im Gegenteil: Österreich und Deutschland beschlossen am Donnerstag gemeinsam, die Kontrollen auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Auch an der Grenze Österreichs zur Slowakei soll künftig kontrolliert werden.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) will Ländern die Entwicklungshilfe kürzen, wenn sie abgelehnte Asylbewerber nicht zurücknehmen.

Im nordfranzösischen Calais ist die Mauer fertiggestellt worden, die das Aufspringen von Flüchtlingen auf LKWs vor dem Eurotunnel verhindern soll.

Die von der österreichischen Regierung festegelegte Obergrenze wird 2016 nicht erreicht. Ende November lag die Zahl der Anträge, die zum Asylverfahren zugelassen wurden, bei 32.295.

Christian Streich, Trainer von Fußball-Bundesligist SC Freiburg, hat sich erneut politisch geäußert. Dabei richtete er in Folge des Mordes an einer Studentin in Freiburg, der mutmaßlich von einem Flüchtling begangen wurde, einen Appell an die Gesellschaft.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht, den Flüchtlingspakt mit der EU aufzukündigen. Angesichts von drei Millionen in der Türkei lebenden Flüchtlingen steigt die Sorge vor einer neuen Migrationswelle. Wie gut ist Europa auf dieses Szenario vorbereitet?

Das Flüchtlingscamp im französischen Calais wird geräumt. Der Ort, an dem tausende Flüchtlinge darauf hoffen, nach England weiterreisen zu können. Calais ist der größte Slum Europas.

Seit Jahren leben mehrere Tausend Flüchtlinge im berüchtigten Lager von Calais an der französischen Küste des Ärmelkanals. Die Zustände vor Ort sind kaum zu beschreiben. Immer wieder kam es zu Gewaltausbrüchen und gefährlichen Zwischenfällen in den Röhren des Eurotunnels. Calais Bürgermeisterin erklärte, es hätte niemals so weit kommen dürfen. Wie also kam es zur Situation, die nun in der Räumung eskaliert?

Mehrere Todesopfer und eine noch nicht überschaubare Anzahl an Vermissten: Nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Watch haben Bewaffnete vor der Küste Libyens Bootsflüchtlinge attackiert.

Kaum ein geplantes Vorhaben der Regierung spaltet so sehr wie die Notverordnung. Sie ist ein versuchter Spagat zwischen "Versorgungskapazität sichern" und "internationales Recht einhalten". Gefordert und konzipiert wurde sie von der ÖVP - sie will die Verordnung so schnell wie möglich aktivieren. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Hilfsorganisationen laufen Sturm gegen eine Aktivierung der Asyl-Notverordnung in den kommenden Wochen. Die burgenländische Landesregierung befürchtet indes Probleme, sollte die Notverordnung nicht bald greifen.

Mit seinen Aussagen zu Flüchtlingen hat CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer viel Kritik auf sich gezogen, auch aus seiner eigenen Partei. Es ist nicht das erste Mal, dass Scheuer mit rechtslastigen Äußerungen aneckt - und damit nicht nur den politischen Gegner gegen sich aufbringt.

Die sächsische Kreisstadt Bautzen ist der Mittelpunkt im Flüchtlingskonflikt. Wie geht es nach den Krawallen weiter?

Horst Seehofer erhöht den Druck auf Angela Merkel im Richtungsstreit in der Flüchtlingspolitik. Der CSU-Chef droht im "Spiegel" der Kanzlerin offen mit einem endgültigen Bruch mit der CDU, sollte Merkel nicht auf seine Forderung nach einer Obergrenze eingehen.

Die Anzeige der FPÖ gegen die Flüchtlingspolitik der Regierungsmitglieder ist eingestellt worden. Die Freiheitlichen hatte unter anderem Vorwürfe gegen die damalige Innenministerin Mikl-Leitner und Kanzler Faymann erhoben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel würde in der Flüchtlingskrise auch aus heutiger wieder genau so handeln wie vor einem Jahr. Das sagte die Kanzlerin im Interview mit der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe).

Der Vater des ertrunkenen Dreijährigen Aylan Kurdi, dessen Bild im vergangenen Jahr um die Welt ging, hat die Flüchtlingspolitik in Europa scharf kritisiert.

Warum soll es Österreich unmöglich sein, nach Erreichen der Obergrenze keine weiteren Asylanträge mehr anzunehmen? Der Entwurf zu dieser geplanten "Notverordnung" enthält Argumente zu Themen wie Kriminalität, Arbeitsmarkt und Schulwesen.

Pläne für ein verschärftes Asylrecht hat am Donnerstag Integrationsminister Sebastian Kurz vorgelegt. Auch ein Verschleierungsverbot zieht er in Betracht. Die Nikab sei für ihn ein "Symbol einer Gegengesellschaft".

Rund 90.000 Asylanträge sind im "Flüchtlingsjahr 2015" in Österreich gestellt worden. Das gab Außenminister Sebastian Kurz am Dienstag bei der Präsentation des Integrationsberichtes in Wien bekannt - und sprach von einer "außergewöhnlichen Situation".

Außenminister Sebastian Kurz hat einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen gefordert, um den Flüchtlingszustrom einzudämmen.

Außenminister Sebastian Kurz warnt vor einer Verwässerung der Positionen gegenüber der Türkei. Die EU müsse an ihren Grundwerten festhalten und dürfe nicht von den Kriterien für eine Visaliberalisierung abweichen.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat sich im Rahmen seines Treffens mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) in Budapest zum wiederholten Male negativ in Bezug auf die Flüchtlingsthematik geäußert.

Österreich und Ungarn wollen ihr zuletzt schwieriges Verhältnis neu regeln und ihren Streit über die Flüchtlingspolitik beilegen. Bundeskanzler Christian Kern besuchte am Dienstag Ungarns Premier Viktor Orban.

Während die EU weiter um eine europäische Lösung der Flüchtlingsfrage ringt, gehen die nationalstaatlichen Maßnahmen zum Schutz der Grenzen weiter. In Österreich liegt der nächste Zaun bereit.

ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka gibt in der Flüchtlingskrise leise Entwarnung: Die Obergrenze 2016 werde erst im Herbst erreicht. Er drängt dennoch auf eine "Notstandsverordnung", die das Stellen von Asylanträgen erschwert, sobald die Obergrenze erreicht ist.

Die Zahl der neuen Asylsuchenden in Deutschland ist im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen.

Fast 200 Flüchtlingen in der Schweiz ist im vergangenen Jahr der Asylstatus aberkannt worden. Die Asylsuchenden waren zurück in ihre Heimat gereist oder haben Kontakt zu den dortigen Behörden aufgenommen.

Sebastian Kurz fürchtet, die Europäische Union könnte an der Flüchtlingskrise zerbrechen. Die aktuelle Flüchtlingspolitik sei der "dramatischste Fehler" der EU. Auch in Österreich erwarte man mehr von Brüssel.

Erstmals waren 2015 weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die aktuellen Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR werfen die Frage nach der Verantwortung des Westens auf. Der Irakkrieg sei ein Kardinalfehler der vergangenen 25 Jahre gewesen, sagte der Politologe Thomas Jäger.

Der Übergang über den Brenner ist für Güterverkehr und Urlauber die wichtigste Transitroute von Deutschland nach Italien. Die Regierung behält sich dort Grenzkontrollen vor - und ignoriert mit CSU-Hilfe den Druck der deutschen Bundeskanzlerin.

Nachdem dem Brandanschlag auf eine Asylunterkunft in Altenfelden läuft die Suche nach den Tätern. Die Unterkunft soll wieder aufgebaut werden, Politiker zeigten sich bestürzt über den Vorfall.

Die Bundesregierung stand am 13. September 2015 angesichts damals sprunghaft gestiegener Flüchtlingszahlen unmittelbar vor einer völligen Grenzschließung. Das berichtet die "Bild" (Donnerstag) unter Berufung auf interne Dokumente. 

Seit Mittwoch ist das neue Asylgesetz in Kraft und prompt ist in der Regierung ist der Flüchtlingsstreit neu entbrannt. Grund sind Aussagen des Kanzlers Christian Kern, der von lediglich 11.000 für die Obergrenze relevanten Asylanträgen sprach.

Bei Schiffsuntergängen sind in den vergangenen sieben Tagen im zentralen Mittelmeer vermutlich mindestens 700 Migranten umgekommen. Die Zahlen gründeten sich auf Aussagen von Überlebenden.

Nach der Vereinbarung zwischen der Türkei und der EU gewinnt der Landweg nach Europa für Flüchtlinge wieder an Bedeutung. Schleuser weichen vor allem auf die wenig bewachte Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien aus.