Das Morning Briefing von Gabor Steingart - kontrovers, kritisch und humorvoll. Wissen, über was politisch diskutiert wird. Heute: Zwei große CO2-Emittenten beginnen vor der UN-Klimakonferenz damit, sich in Bewegung zu setzen.

Gabor Steingart
Eine Kolumne
von Gabor Steingart
Diese Kolumne stellt die Sicht des Autors dar. Hier finden Sie Informationen dazu, wie wir mit Meinungen in Texten umgehen.

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

wenige Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow kommt Bewegung in die Klimapolitik. Ausgerechnet zwei große CO2-Emittenten beginnen damit, sich in Bewegung zu setzen:

  • "China wird die Unterstützung anderer Entwicklungsländer bei der Entwicklung grüner und kohlenstoffarmer Energie verstärken und keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland bauen", kündigte der chinesische Staatspräsident Xi Jinping auf der 76. Generaldebatte der Vereinten Nationen an. An jenen Kohlekraftwerken, die in der Volksrepublik im Bau befindlich sind, hält der Staatspräsident jedoch fest. Die Volksrepublik China ist für fast 30 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich.
  • Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan will nach Jahren der Blockade das türkische Parlament über einen Beitritt zum Pariser Klimaabkommen abstimmen lassen. Knapp zwei Jahre vor den nächsten Präsidentschaftswahlen versucht er dadurch, der Opposition eines der Zukunftsthemen zu entwenden.

Ich wünsche Ihnen einen kraftvollen Start in den neuen Tag. Es grüßt Sie auf das Herzlichste

Ihr

Gabor Steingart

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