Bundeskanzler Sebastian Kurz weist Kritik an der geplanten Abschaffung der Hacklerregelung zurück. Es gebe Übergangsfristen, die lange genug seien.

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Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verteidigt die von der ÖVP geplante Abschaffung der Hacklerregelung. Den Vorwurf, es den Menschen damit mitten in einer Krise schwerer zu machen, weist Kurz gegenüber dem Sender "Puls 24" zurück. "Das ist ja nicht mitten in der Krise, sondern da gibt's eine lange Übergangsphase von einem Jahr", sagt Kurz in dem im Voraus aufgezeichneten Interview, das am Montagabend ausgestrahlt wird.

Kurz bekräftigt: Hacklerregelung sei unfair

Kurz bekräftigt die Linie der ÖVP, wonach die Hacklerregelung unfair sei, weil Frauen (wegen ihres niedrigeren Pensionsantrittsalters) die abschlagsfreie Frühpension nach 45 Arbeitsjahren nicht in Anspruch nehmen können. "Wir müssen ja als Staat schauen, dass wir funktionsfähig bleiben", sagte Kurz: "Das muss jetzt repariert werden."

Kurz verwies auf die geplante stärkere Erhöhung der kleineren Pensionen im kommenden Jahr: "Aber wenn wir jetzt noch Maßnahmen setzen, dass die Menschen immer früher in Pension gehen, dann werden die sozialen Maßnahmen, die wir in der Krise setzen, irgendwann nicht mehr leistbar sein."  © APA