AfD-Chef Jörg Meuthen hat die Attacke der CSU auf seine Partei in scharfer Form erwidert.

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Meuthen betonte am Samstag, die AfD sei klar konservativ, bürgerlich-freiheitlich und patriotisch. "Die Verzweiflung in der CSU muss sehr groß sein, wenn sie das als unbayerisch bezeichnet."

Das erstaune angesichts der desolaten Verfassung der CSU aber nicht mehr. "Die CSU ist inzwischen im Antifa-Jargon angelangt." Die Quittung dafür gebe es im Oktober bei der Landtagswahl.

Meuthen reagierte auf ein Strategiepapier von CSU-Generalsekretär Markus Blume, über das der Parteivorstand auf seiner Klausur am Samstag beraten wollte. "Die AfD ist ein Feind von allem, für das Bayern steht" und "Brauner Schmutz hat in Bayern nichts verloren!", heißt es dort unter anderem.

CSU hofft auf absolute Mehrheit bei Landtagswahl

Die Vizechefin der Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, erklärte, die Landtagswahl werde zeigen, dass diese Form des Umgangs miteinander falsch sei.

Blume geriere sich zunehmend als Ralf Stegner der CSU, fügte sie auf Twitter mit Blick auf den stellvertretenden SPD-Vorsitzenden hinzu, der sich oft mit scharfer Kritik an politischen Gegnern zu Wort meldet.

Die CSU hofft, bei der Landtagswahl am 14. Oktober ihre absolute Mehrheit im Landtag verteidigen zu können - was aus derzeitiger Sicht schwierig scheint: Umfragen sahen die CSU zuletzt lediglich zwischen 41 und 44 Prozent, die AfD bei 12 bis 13 Prozent.

Nach derzeitigem Stand könnten künftig sechs Parteien im Landtag vertreten sein.  © dpa

"Brauner Schmutz": Klar wie nie grenzt sich die CSU von der AfD ab. Ob das reicht, um die absolute Mehrheit im Landtag zu verteidigen? Der Parteivorstand berät am Samstag über die künftige Strategie.