• Der Rücktritt von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Montag bleibt nicht der einzige.
  • Die seit Monaten als Ablösekandidatin gehandelte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) bestätigt ihren Abgang.

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Nach Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hat auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP) ihren Rücktritt verkündet. Sie lege ihr Amt mit sofortiger Wirkung nieder, teilte sie via Facebook mit.

In dem Video bedankte sie sich auch bei Ex-Kanzler Sebastian Kurz, der sie in die Regierung geholt hatte. Nähere Gründe für ihren Rücktritt oder die Nachfolge im Ressort gab sie nicht bekannt.

"Nach fast fünf Jahren in der Politik lege ich mein Amt als Wirtschafts- und Digitalministerin zurück", sagte Schramböck auf ihren Kanälen in den diversen sozialen Medien, zählte noch einmal ihre durchgesetzten Vorhaben auf und resümierte: "Ich habe diesen Schritt nie bereut." Österreich sei ein solider Wirtschaftsstandort, so Schramböck, die sich auch bei Regierungskollegen, Sozialpartnern und Landeshauptleuten bedankte und meinte: "Es war mir eine Ehre für Österreich zu arbeiten und ich danke für das Vertrauen."

Schramböck galt schon länger als Ablösekandidatin

Schramböck galt nach einigen unglücklichen öffentlichen Auftritten schon länger als Ablösekandidatin im ÖVP-Team - sie hielt sich aber (mit kurzer Unterbrechung) seit 2018 in der Regierung.

Zuletzt hatte sich auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter nur mehr zurückhaltend zu Schramböck geäußert. Zwar konstatierte er, sie mache "eine engagierte Arbeit wie alle anderen Regierungsmitglieder", meinte jedoch auch, eine Bewertung stehe ihm nicht zu, das müsse "in erster Linie der Bundeskanzler machen".

Ebenfalls angezählt ist ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner - sie selbst wies diese Gerüchte vergangene Woche allerdings entschieden zurück.

ÖVP Tirol wird auf Regierungsmitglied pochen

Die Tiroler Landespartei rund um Landeshauptmann Platter wird wohl weiter auf ein Tiroler Regierungsmitglied pochen. Ob es sich dabei aber um das Wirtschaftsministerium handeln muss oder es nicht etwa auch um das Landwirtschaftsministerium gehen könnte, war vorerst offen.

Gehandelt werden mitunter Namen wie Landwirtschaftskammerpräsident Abg. Josef Hechenberger oder auch die EU-Abgeordnete Barbara Thaler. Letztere soll aber eher dazu tendieren, vorerst in Brüssel zu bleiben. Allzu groß dürfte die Minister-Personalauswahl nicht sein. Und ob Platter kurz vor der Landtagswahl im kommenden Jahr jemanden aus seiner Regierungsriege nach Wien ziehen lässt - wie etwa Landeshauptmannstellvertreter und Agrarlandesrat Josef Geisler - ist mehr als fraglich. (APA/ank)  © APA

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