Sebastian Kurz geht auf einen Misstrauensantrag von Rot und Blau aus und hofft für die EU-Wahl auf eine Stärkung der politischen Mitte. Der Bundeskanzler war am Sonntag gemeinsam mit seiner Partnerin Susanne Thier zur Wahlurne geschritten.

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Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geht davon aus, dass "Rot und Blau dem Misstrauensantrag am Montag im Nationalrat zustimmen werden". Dies sagte Kurz am Sonntag vor Journalisten nach seiner Stimmabgabe für die EU-Wahl in Wien-Meidling.

Als Ziel für die EU-Wahl nannte er das Verteidigen des ersten Platzes für die ÖVP. "Ich hoffe auf eine Stärkung der politischen Mitte", so Kurz.

Stimmabgabe unter großem Medieninteresse

Der Bundeskanzler war in Begleitung seiner Lebensgefährtin Susanne Thier und unter großem Medieninteresse zur Wahlurne geschritten. Auch Kamerateams aus dem Ausland, wie etwa aus Deutschland und Frankreich, waren zugegen.

Nach seiner Stimmabgabe beeinträchtigte langes Glockengeläute die Stellungnahme des Bundeskanzlers vor den Medienvertretern. Kurz wartete auf Bitten der Journalisten auf das Ende des Geläutes und gab dann seine Wortspende ab.  © APA

Die EU-Wahl in Österreich steht im Schatten des Strache-Skandals. Kurz vor der Wahl ist der Politiker als Parteichef der FPÖ und Vizekanzler zurückgetreten. Wie sich die innenpolitischen Turbulenzen auf die Stimmabgaben auswirken werden, bleibt abzuwarten.