Merkel zum Verhandlungsmarathon: "Das war nicht einfach"

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Von
Ludwig Horn

Nach mehreren Tagen zäher Verhandlungen haben sich die EU-Staaten beim Corona-Krisengipfel auf das größte Finanzpaket in der Geschichte der EU geeinigt. Die Spitzenpolitiker zeigen sich erleichtert.

Charles Michel (Präsident des Europäischen Rates): "Wir haben es geschafft, Europa ist solide und vor allem vereint. Das ist ein guter Deal, das ist ein starker Deal - und vor allem ist das der richtige Deal für Europa jetzt."
Heiko Maas (Bundesaußenminister Deutschlands): "Auch wenn der Anlauf lang war: Am Ende sind wir weiter gesprungen, als uns viele zugetraut haben. [...] Die Europäische Union zeigt, dass sie auch in der schwersten Wirtschaftskrise ihrer Geschichte in der Lage ist, entschlossen und solidarisch zu handeln."
Olaf Scholz (Deutschlands Bundesfinanzminister): "Wir kämpfen gegen diese Krise in Solidarität und mit vereinten Kräften. [...] Jetzt freue ich mich, diesen Plan mit meinen Finanzministerkollegen umzusetzen."
Emmanuel Macron (Präsident von Frankreich): "Dieser auf europäischer Solidarität basierende Sanierungsfonds ist in der Tat eine historische Veränderung, ein historischer Schritt für Europa. Es bedurfte eines Kompromissgeistes, um dies zu erreichen, und ich möchte allen Kollegen danken, die diesen gezeigt haben."
Christine Lagarde (Präsidentin der Europäischen Zentralbank): "Danke für Ihre Ausdauer und Ihr entschlossenes Handeln in den vergangenen Tagen. Wir können die wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 nur durch Zusammenarbeit bekämpfen."
Ursula von der Leyen (EU-Kommissionschefin): "Wir sind uns bewusst, dass dies ein historischer Moment in Europa ist." Europa habe immer noch den Mut und die Fantasie, groß zu denken.
Viktor Orban (Premierminister von Ungarn): "Deal! Wir haben gewonnen!" (via Twitter). "Ungarn und Polen ist es nicht nur gelungen, sich ernsthafte Geldsummen zu sichern, sondern auch ihren nationalen Stolz zu verteidigen".
Mateusz Morawiecki (Premierminister von Polen): Der Gipfel sei "in der Tat ein ziemlich langer Marathon" gewesen und "wir müssen froh sein, sagen zu können, dass wir die drohenden Krisen überwunden haben".
Mark Rutte (Ministerpräsident der Niederlande): Rutte sprach von einem "umfangreichen und guten Paket, durch das die niederländischen Interessen gewahrt bleiben". Nach Ruttes Worten ist wichtig, dass Länder "auf Reformen festgenagelt werden können. [...] Das sorgt für starke Mitgliedsstaaten und einen starken internen Markt."
Giuseppe Conte (Ministerpräsident von Italien): "Es ist ein historischer Moment für Europa, es ist ein historischer Moment für Italien. [...] Wir haben einen wichtigen Anteil der Finanzmittel erhalten, 28 Prozent des Plans. Und behalten zugleich unsere 80 Milliarden an Subventionen."
Kyriakos Mitsotakis (Premierminister von Griechenland): "Griechenland wird mehr als 70 Milliarden Euro erhalten. Wir werden sie verantwortungsbewusst und umsichtig einsetzen."
Sebastian Kurz (Bundeskanzler von Österreich): Er sprach von einem "guten Resultat für die EU und Österreich". Der konservative Politiker lobte das Bündnis, das Österreich mit Schweden, Dänemark und den Niederlanden eingegangen war. "Vielen Dank an alle Kollegen, besonders an die 'Sparsamen'", twitterte er am Dienstag.
Stefan Löfven (Ministerpräsident von Schweden): "Europa steht vor vielen Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen müssen, und es ist wichtig, dass der Haushalt steht. [...] Mit dem Wiederaufbaupaket sind wir auch besser gerüstet, um die Coronakrise und ihre wirtschaftlichen Folgen zu bewältigen."