• Reinhold Mitterlehner und Sebastian Kurz sind nicht gerade als politische Freunde bekannt.
  • Vor der Staatsanwalt schonte Mitterlehner den unter Druck stehenden Altkanzler aber. Dabei kam nur wenig Belastendes zutage.

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Der vormalige Vizekanzler und ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner ist von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft zu den Vorwürfen gegen die Volkspartei, speziell gegen Altkanzler Sebastian Kurz (ÖVP) befragt worden.

Laut einer der "Österreich"-Gruppe vorliegenden Einvernahme kam dabei wenig Belastendes zutage. Mitterlehner merkte einzig an, dass Kurz bei Personalentscheidungen Einfluss genommen habe und diese über seinen Tisch gegangen seien.

Mitterlehner sieht kein besonderes Verhältnis zwischen Kurz und Thomas Schmid

Dies ist insofern möglicherweise interessant, als Kurz argumentiert, auf die Bestellung von ÖBAG-Chef Thomas Schmid keinen Einfluss genommen zu haben. Andererseits gibt es auch Entlastendes in Mitterlehners Aussagen, die am 10. Mai getätigt wurden. Ein besonderes Naheverhältnis zwischen Schmid und Kurz habe er nicht wahrgenommen. Thomas Schmid spielt eine zentrale Rolle in der ÖVP-Korruptionsaffäre.

Mitterlehner war von 2014 bis 2017 Vizekanzler sowie Parteiobmann der ÖVP, wurde aber von Kurz aus dem Amt gedrängt. (apa/fab)  © APA

Weg für Ermittlungen frei: Parlament hebt Immunität von Sebastian Kurz auf

Das Parlament in Österreich hat den Weg für weitere Korruptionsermittlungen gegen den ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz freigemacht. Der Nationalrat hob einstimmig die Immunität des Politikers auf. © ProSiebenSat.1