Bundeskanzler Sebastian Kurz hat im Internet Morddrohungen erhalten, die anscheinend im Zusammenhang mit den angestrebten Moscheenschließungen stehen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung ermittelt.

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Nach Morddrohungen gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Internet ermittelt das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT).

Innenministerium und Kanzleramt bestätigten am Montag gegenüber der APA eine Vorabmeldung der Tageszeitung "Österreich". Die Überwachungsmaßnahmen für den Kanzler seien verstärkt worden, hieß es weiters.

Hintergrund für die Drohungen war laut "Österreich" die Ankündigung der Regierung, zumindest sieben Moscheen im Land zu schließen und bis zu 40 Imamen die Aufenthaltstitel zu entziehen. Unter anderem die Türkei kritisierte Österreich für den Schritt scharf. Präsident Recep Tayyip Erdogan warnte gar vor einem "neuen Kreuzzug".

Drohungen via Social-Media-Kanäle

Die Drohungen fanden sich in Postings auf Facebook oder via Direktnachricht sowie auf Instagram und wurden der Behörde weitergeleitet, erklärte ein Sprecher des Kanzleramts.

Nun ermittelt das BVT gegen Unbekannt, die Überwachungsmaßnahmen für den Kanzler wurden verstärkt, hieß es aus dem Innenministerium. (ank/APA)© APA

Nach der angekündigten Moscheenschließung in Österreich hat Präsident Recep Tayyip Erdogan nun auch Bundeskanzler Sebastian Kurz persönlich ins Visier genommen. Europa, allen voran Deutschland, solle den Kanzler "in Ordnung bringen", forderte Erdogan bei einer Wahlkampfrede.