Razzia bei SS-Panzerdivision "Hitlerjugend": Ermittler des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen und die Polizei haben in dieser Woche mehrere Wohnräume durchsucht. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, an einem Massaker beteiligt gewesen zu sein.

Fahnder haben am 26. und 28. Januar in mehreren Bundesländern Wohnungen von früheren Mitgliedern der SS-Panzer-Division "Hitlerjugend" durchsucht. Das teilte das Landeskriminalamt NRW am Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Drei Beschuldigte werden verdächtigt, im Zweiten Weltkrieg unter anderem an einem Massaker an 86 Einwohnern der nordfranzösischen Stadt Ascq beteiligt gewesen zu sein, teilte die nordrhein-westfälische Schwerpunktstaatsanwaltschaft für NS-Verbrechen am Freitag in Dortmund mit.

Zwei Beschuldigte wohnen in Sachsen, einer in Niedersachsen. Sie hätten eingeräumt, der Einheit angehört zu haben. Sie stritten aber ab, an Tötungen beteiligt gewesen zu sein.

Zeitgleich gab es Durchsuchungen bei nicht Beschuldigten ehemaligen SS-Mitgliedern in NRW und Baden-Württemberg. Dort wurden umfangreiche Unterlagen beschlagnahmt, die durch die im LKA Nordrhein-Westfalen eingerichtete "Ermittlungsgruppe Nationalsozialistische Gewaltverbrechen" ausgewertet werden. (far/dpa)

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