• Sebastian Kurz ist nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler nunmehr ein einfacher Abgeordneter im Nationalrat.
  • Dort genießt er weiterhin eine Immunität.
  • Doch damit könnte es bald vorbei sein, wenn es nach der WKStA geht.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Kaum angelobt, ist Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach APA-Informationen schon mit einem "Auslieferungsantrag" der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) konfrontiert. Formal wird der Nationalrat ersucht, dass die Ermittlungen gegen den nunmehrigen VP-Klubobmann fortgesetzt werden können. Aus dem ÖVP-Klub hieß es dazu Donnerstagabend, dass man das Begehren nicht nur unterstütze, sondern auch froh darüber sei, dass dieses so rasch eingebracht worden sei.

Dadurch werde es zügig die Möglichkeit geben, die Vorwürfe gegen Kurz zu widerlegen. Die Erlaubnis zur Fortsetzung der Ermittlungen wird wohl schon in einer der kommenden Plenarsitzungen gegeben werden, da Kurz zum Zeitpunkt der Vorwürfe kein Abgeordneter war und damit kein Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Mandatar bestehen kann.

Untreue und Bestechlichkeit?

Ermittelt wird gegen den früheren Regierungschef wegen Untreue und Bestechlichkeit in der neuen Inseratenaffäre. Dazu gibt es Ermittlungen wegen falscher Zeugenaussage im U-Ausschuss. Kurz bestreitet alle Vorwürfe vehement. (mss/APA)  © APA

Sebastian Kurz tritt zurück: Österreichs Kanzler beugt sich dem Druck

Österreich hat nach zwei Jahren unter der türkis-grünen Regierung einen neuen Kanzler. Sebastian Kurz trat am 9. Oktober aufgrund laufender Korruptionsermittlungen zurück. Sein Nachfolger kommt aus der ÖVP. (Teaserbild: imago images/photonews.at/Georges Schneider) © ProSiebenSat.1