Christian Kern

Nach einer weiteren europäischen "Schicksalswahl" lässt sich erneut die Frage stellen, in welche Richtung die EU gehen soll. Republik Europa, wie sie die Neos fordern? Oder Europa der Nationalstaaten, wie es die FPÖ will? Der ORF ging diesen Fragen in einem "Report"-Spezial nach. 

Harsche Kritik an Christian Kern: Innenminister Wolfgang Sobotka wirft dem SPÖ-Chef vor, als Bundeskanzler versagt zu haben. Sein eigener "Dauerwahlkampf" sei Kern wichtiger.

Der SPÖ-Bundeskanzler hat sich nun dezidiert gegen vorzeitige Wahlen ausgesprochen. Damit ist er erstens argumentativ auf der sicheren Seite. Zweitens müsste die SPÖ einen baldigen Urnengang fürchten. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat der Europäischen Union ein Ultimatum über einen möglichen Beitritt seines Landes zur EU gestellt. Andernfalls werde er die Verhandlungen abbrechen und sich von Europa demonstrativ verabschieden.

Ein Burgfrieden in der Wiener SPÖ, erfreuliche Umfragedaten, die geschliffene Rhetorik des Parteichefs und Kanzlers: Das alles gehört zum neuen Kurs der österreichischen Sozialdemokraten, der eine Kooperation mit den Rechtspopulisten zumindest möglich machen soll.

Schon seit Monaten hält sich das Gerücht, dass die Österreicher nicht erst im Herbst 2018, sondern bereits in diesem Jahr zu den Urnen gerufen werden, um über eine neue Regierung abzustimmen. Es gibt viele Indizien, dass es zu vorgezogenen Nationalratswahlen im Herbst 2017 kommen wird. Doch noch zögern die Regierungsparteien, den offiziellen Startschuss zu geben. 

So weit geht der Bundeskanzler also im Kampf um Stimmen: Christian Kern (SPÖ) zog als Pizzabote von Tür zu Tür - und machte daraus geschickt eine Online-Kampagne.

Deutliche Worte aus der FPÖ - doch in der ÖVP ist man sich nicht einig.

Für den österreichischen Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) ist das knappe "Ja" der Türken bei der umstrittenen Verfassungsreform "ein klares Signal gegen die Europäische Union". Nun müsse die EU reagieren.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncke wies die Bitte nach Ausstieg aus dem Umsiedlungsprogramm zurück.

Ab Herbst 2017 sollen Flüchtlinge künftig 12 Monate beschäftigt werden. Das Integrationspflichtjahr soll als Maßnahme des AMS Asylwerber auf den Eintritt in die österreichische Wirtschaft vorbereiten.

Das politische Klima gleicht derzeit einer Mischung aus Aufbruchsstimmung und Irritation. Es drängt sich langsam die Frage auf, ob das Land nicht neue politische Kräfte braucht. Im Gespräch darüber der Journalist und politische Schriftsteller Robert Misik.

Christian Kern hat sich klar gegen das EU-Umverteilungsprogramm gestellt. Jetzt hat sich die Parteibasis gegen den Kanzler gestellt und kritisiert dessen Haltung in Flüchtlingsfragen

Noch will Michael Häupl nicht abtreten: Er stellt sich Ende April einmal mehr zur Wahl zum Landesparteivorsitzenden. Auch einer etwaigen Kampfabstimmung würde er sich stellen.

Das Versammlungsgesetz bleibt Zankapfel innerhalb der Koalition. Dass es zu keiner Lösung kommt, liegt laut Sobotka an der SPÖ: "Nicht Strache, Kern ist das Problem" sagte der Minister in einem Interview.

Recep Tayyip Erdogan braucht die Stimmen der Austrotürken nicht. Nur ein Teil der türkischen Staatsbürger in Österreich nehmen an Wahlen in ihrer Heimat teil. Davon wählen allerdings die meisten AKP.

Die Eskalationsspirale zwischen der türkischen und der österreichischen Regierung dreht sich weiter. Ein Erdogan-Vertrauter beflegelt Kanzler Christian Kern. Innenminister Wolfgang Sobotka will AKP-Leuten die Einreise nach Österreich verbieten.

Heinz-Christian Strache und Christian Kern sind beim Politischen Aschermittwoch in Deutschland zu Gast. Der FPÖ-Vorsitzende kritisiert die etablierten Parteien im Nachbarland, der Bundeskanzler beschwört einen Kurswechsel herauf.

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hat ihren Kampf gegen den Krebs verloren. Ihre früheren Wegbegleiter trauern um die SPÖ-Politikerin.

Der Wiener Opernball ist zu Ende und mit ihm ein imposanter Abend voller pompöser Kleider und bewegenden Reden. Goldie Hawn scheint etwas müde, Richard Lugner gab das kürzeste TV-Interview aller Zeiten. Überschattet wurde das Fest vom Tod der Ministerin Sabine Oberhauser.

Der Bundespräsident zieht sich nach der Nachricht vom Tod von Sabine Oberhauser vom Partygeschehen zurück.

Schöne Kleider, viel teurer Schmuck und Debütanten: Der Wiener Opernball ist jedes Jahr ein Spektakel. Und diesmal gibt es eine Premiere.

SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda will den Wiener Heldenplatz umbenennen, weil er "historisch belastet" sei. Kanzler Christian Kern reagiert zurückhaltend, Ablehnung und Kritik kommen von ÖVP und FPÖ.

Sabine Oberhauser wird in Regierungsfragen vorübergehend von Alois Stöger vertreten: Die Gesundheitsministerin braucht derzeit ihre ganze Kraft, um sich von einer Bauchfellentzündung zu erholen.

Bundeskanzler Christian Kern lehnt die Pläne von Innenminister Wolfgang Sobotka ab, das Demonstrationsrecht anzutasten. Auch von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner kommt Kritik. In einem Interview diskutieren die beiden auch über weitere gemeinsame Entschlüsse und Uneinigkeiten im Regierungsprogramm.