Matteo Salvini

Eben noch schien es so, als habe Innenminister und Lega-Chef Salvini seinen Königsweg zur Neuwahl in Italien gefunden. Doch sein Plan könnte durchkreuzt werden.

Während Matteo Salvini vor den Kameras der Journalisten mit einem Kanu im Meer paddelt, schauen in der Regierungskrise die meisten fragend nach Rom. Es drohen Neuwahlen - vielleicht schon im Oktober.

Während Italien tief in einer Regierungskrise steckt, inszeniert sich Innenminister Matteo Salvini, als sei er schon mitten im Wahlkampf.

Italien in der Krise: Der rechtspopulistische Innenminister Matteo Salvini hat die Koalition aus seiner Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung platzen lassen. Was sind die Hintergründe und wie geht es jetzt weiter? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die italienische Regierungskoalition aus Fünf Sternen und Lega-Partei steckt in einer großen Krise. Die Streitigkeiten zwischen den Koalitionspartner spitzen sich immer mehr zu. Italiens Innenminister Matteo Salvini fordert Neuwahlen. Ministerpräsident Giuseppe Conte weist ihn daraufhin zurecht.

Wieder steht Italien vor einer Phase der Unsicherheit. Das kann das Land eigentlich nicht gebrauchen. Doch einer will mehr Macht - und könnte sie auch bekommen: Matteo Salvini.

In Italien herrscht wieder Krisenstimmung: Die Regierungskoalition in Rom zeigte sich am Mittwoch im Senat gespalten wie nie. Seit Monaten reißen die Spekulationen über ein mögliches Ende nicht ab. Kommt jetzt wirklich der Bruch?

Mehrere Schiffe mit geretteten Migranten an Bord warten bisher vergebens auf dem Mittelmeer auf einen sicheren Hafen. Einige Menschen brauchen besonders schnell Hilfe. In Frankreich und in Italien stehen weitere Schiffe zum Ablegen bereit.

Gianluca Savoini ist ein langjähriger Weggefährte von Matteo Salvini. Doch der Boss der italienischen Regierungspartei Lega geht auffällig auf Distanz zu seinem Schattenmann - seit dessen möglicher Verstrickung in illegale Parteienfinanzierung durch russische Quellen.

Innenminister Salvini würde Carola Rackete am liebsten ins Gefängnis werfen. Doch die Sea-Watch-Kapitänin bekommt in Italien auch viel Zuspruch. Ihr BH-loser Auftritt vor Gericht bringt Rackete allerdings eine Solidaritätsaktion der etwas anderen Art ein.

Diese Werbekampgange ging nach hinten los! Mit dem "Mampfiosi"-Spruch hat sich McDonald's keinen Gefallen getan und entschuldigt sich nun.

Carola Rackete hat Italien verlassen. Das bestätigte Sea Watch am Freitag. Italiens Innenminister Matteo Salvini ist froh, die Kapitänin auszuweisen.

"Sea Watch"-Kapitänin Carola Rackete will Matteo Salvini eine seiner schärfsten Waffen entziehen: Mit einer Verleumdungsklage will sie erreichen, dass Italiens Innenminister Twitter und Facebook nicht länger nutzen darf. Salvini hatte Rackete im Netz unter anderem als "kriminelle Deutsche" bezeichnet. Seine Follower sind noch weniger zimperlich. 

Ein Bericht der Website "BuzzFeed" bringt Italiens Innenminister Matteo Salvini in Erklärungsnot: Vertreter seiner Partei sollen sich mit russischen Geldgebern getroffen und einen fraglichen wenn nicht illegalen Deal ausgeschachert haben: Wahlkampfhilfen für die rechtspopulistische Lega im Gegenzug für Ölgeschäfte. 

Ursula von der Leyen ist in Brüssel auf Werbetour in eigener Sache. Ein dringend nötiges Unterfangen. Denn ihre Wahl als Chefin der EU-Komission ist keinesfalls ausgemacht. Sofern sie nicht von der Gnade der Rechtsextremen abhängig sein will, braucht die deutsche Verteidigungsministerin die Stimmen von Sozialdemokraten und Grünen. Und die sind mit Gummibärchen und Kugelschreibern nicht zu bekommen. 

Malta hat sich bereiterklärt, alle 65 Migranten an Bord des deutschen Rettungsschiffes "Alan Kurdi" an Land zu lassen. 

In der Dauerkrise um Rettungsschiffe für Migranten legt sich Bundesinnenminister Horst Seehofer mit seinem italienischen Kollegen Matteo Salvini an. Der antwortet mit einer Provokation. Das deutsche Schiff "Alan Kurdi" dreht frustriert ab.In der Dauerkrise um Rettungsschiffe für Migranten legt sich Bundesinnenminister Seehofer mit seinem italienischen Kollegen Salvini an. Der antwortet mit einer Provokation. Das deutsche Schiff "Alan Kurdi" dreht frustriert ab und nimmt Kurs Richtung Malta.

Die Rettungsschiffe "Alan Kudri" und "Alex" liegen mit über 100 Migranten an Bord vor Italien, doch die Regierung bleibt hart, lässt sie nicht anlegen. Deutschland hat angeboten, einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen, doch gelöst ist das Problem damit noch lange nicht. Pro Asyl nennt das Tauziehen der EU-Staaten "unwürdig" und "erbärmlich". 

Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" mit 65 Migranten an Bord fährt auf die italienische Insel Lampedusa zu. Italiens Innenminister Salvini will den Kutter nicht anlegen lassen. Aber die Retter sehen das Recht auf ihrer Seite.

Carola Rackete, die Kapitänin von "Sea-Watch 3", möchte den italienischen Innenminister Matteo Salvini wegen Verleumdung verklagen. Damit wolle sie ein Zeichen setzen, erklärt ihr Anwalt Alessandro Gamberini.

Von allen Vorwürfen ist Carola Rackete nicht befreit. Aber die Kapitänin ist auf freiem Fuß. Für viele ist die Entscheidung des Gerichts in Italien ein wichtiges Signal. Für Italiens Innenminister Salvini ist sie ein Grund, die Justiz reformieren zu wollen.

Die Kapitänin der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch, Carola Rackete, kommt wieder frei. Ein italienischer Ermittlungsrichter hob den Hausarrest gegen die 31-Jährige wieder auf, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstagabend berichtete.

Wie es für Carola Rackete nach ihrer Festnahme weitergeht, darüber muss ein Ermittlungsrichter entscheiden. Die Solidarität mit der Kapitänin der "Sea-Watch 3" ist ungebrochen. Doch das allein reicht nicht, um das eigentliche Problem zu lösen.

Kapitänin Carola Rackete hat das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" in den Hafen von Lampedusa gesteuert. Dort wurde die Deutsche sofort festgenommen und das Schiff beschlagnahmt. Damit ist eine neue Eskalationsstufe im Streit um die Seenotrettung erreicht. Das Ende zeigt, dass beide Seiten bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen.