• Zeitgleich mit Amtsinhaber Alexander Van der Bellen startet Dominik Wlazny in den Wahlkampf.
  • Der Kandidat für die Bundespräsidentenwahl präsentiert nur wenige Sujets.
  • Ihm gehe es darum, Dinge anzusprechen, die ihm wichtig sind.

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Auch Dominik Wlazny - alias Marco Pogo - hat am Freitag seine Plakate für die Bundespräsidentschaftswahl präsentiert. Vor dem Museumsquartier in Wien wurden alle neun Dreiecksständer gezeigt. Wohlgemerkt: Gemeint ist damit nicht die Anzahl der Sujets, sondern jene der Ständer insgesamt. Mehr wird es laut dem Gründer der Bierpartei nicht geben.

Es handelt sich laut Wlazny um Ständer, die der Partei beim Wien-Wahlkampf 2020 geschenkt worden sind. Ursprünglich waren es ein paar mehr, doch einige seien "gefladert" worden, wie der Kandidat berichtete. Aufgestellt werden die Objekte auf der Mariahilfer Straße in Wien.

Dominik Wlazny hat sich für Sujets entschieden, die ihm wichtig sind

"Mir ist aufgefallen, dass zu Wahlzeiten das ganze Land zugepflastert ist mit nichtssagenden Sujets", erzählte Wlazny. Er sei der Meinung, dass das auch anders gehe. Darum habe er sich für Themen entschieden, die ihm wichtig seien.

Gestaltet wurden die insgesamt 27 Plakate für die neun Dreiecksständer darum eher textlastig, nur eine Tafel wird vom Konterfei des Bewerbers dominiert. Auf diesem Plakat ist auch ein Bierkrug zu sehen. Ansonsten gibt es nirgendwo Hinweise auf das Getränk. Wlazny wird mit dem Slogan "Mei Präsident" beworben.

Das Kampagnen-Motto lautet "Red' ma drüber". Dem entsprechend hat Dominik Wlazny auf den Plakaten dargelegt, worüber er sprechen möchte. "350.000 Kinder in Österreich sind armutsgefährdet", heißt es da etwa. Auch wird darauf hingewiesen, dass die durchschnittliche Pension nicht weit von der Armutsgefährdungsschwelle entfernt ist.

Marco Pogo thematisiert zum Wahlkampfauftakt Gewalt gegen Frauen und Kinderarmut

Auch Gewalt gegen Frauen, deren im Durchschnitt niedrigeres Einkommen ("Frauen arbeiten jedes 8. Jahr gratis") oder Tierschutzanliegen werden thematisiert.

Ein Sujet ist auch als Frage formuliert: "Warum stehen in Tirol 1.245 Skilifte, aber kein einziges Windrad?" Als Tirol-Bashing sei das aber nicht zu verstehen, versicherte er: "In Vorarlberg oder Salzburg steht auch keines."

Verlangt wird auch ein "Eignungstest" für Ministerinnen und Minister. Er habe nämlich den Eindruck, oft reiche für das Amt eine Mitgliedschaft im Bauernbund aus, so Wlazny. Gäbe es einen solchen Test, könne man sich die eine oder andere Angelobung ersparen, mutmaßte er.  © APA