Das Endergebnis der Stichwahl zum Bundespräsidenten wird am Dienstag gegen Mittag verkündet. Die ersten Endergebnisse aus den Bundesländern sind bereits da. Sie zeigen: Alexander Van der Bellen schraubt sein Ergebnis vom Sonntag noch nach oben.

Erst am Morgen nach der Bundespräsidentenwahl durften die Wahlbehörden mit der Auszählung der Briefwahlstimmen beginnen. Das offizielle Ergebnis der Präsidentenwahl wird erst am Dienstag gegen 13:00 Uhr verkündet, wie das Innenministerium am Montagabend in Wien mitteilte.

Mehrere Bundesländer haben jedoch bereits ihre Ergebnisse der Auszählung der Briefwahlstimmen veröffentlicht und es zeichnet sich ab, dass sich Alexander Van der Bellens Ergebnis vom Sonntag (51,68 Prozent) noch nach oben schrauben wird.

In Vorarlberg legte Van der Bellen nach Auszählung der Briefwahlstimmen von 60,4 auf 62,5 Prozent zu. Er erhielt dort dreimal so viele Briefwahlstimmen wie sein Kontrahent Norbert Hofer.

In Oberösterreich kommt er statt zuvor auf 53,32 Prozent nunmehr auf 55,27 Prozent. Auch in Wien legte Van der Bellen noch einmal zu, von 63,6 auf 65,7 Prozent.

Nach Auszählung der Briefwahl-Stimmen hat sich Salzburg sogar "gedreht": Van der Bellen erhielt hier 52 Prozent der Stimmen und überholt Hofer klar (48 Prozent). Der Grünen-Politiker konnte sich in 29 Gemeinden Salzburgs durchsetzen. In der ersten Stichwahl waren es zehn Gemeinden gewesen.

Vorsprung fast verzehnfacht: Wie kam's?

Auch ohne Briefwahlstimmen hat Van der Bellen sein Ergebnis von der aufgehobenen Stichwahl in 2.053 der 2.100 österreichischen Gemeinden verbessern, Hofer nur in 47. Mehr als 280 Gemeinden, die im Mai für Hofer gestimmt hatten, konnte er drehen.

FPÖ will nicht erneut anfechten

Laut einem Leitfaden des Innenministeriums für die Wahlbehörden durften diese nicht vor 9:00 Uhr am Montagmorgen mit der Auszählung beginnen. Einige Wahlbehörden, etwa Tirol, hatten im Vorfeld angekündigt, dass sie womöglich bis Dienstag bräuchten, bis alle Stimmen ausgezählt seien.

Das Endergebnis aber dürfte diesmal tatsächlich ein endgültiges sein: Die FPÖ hatte am Wahlabend noch angekündigt, das Ergebnis dieser Stichwahl nicht anzufechten. (af)