Nach Biden-Sieg: Die Massen feiern vor dem Weißen Haus

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Kurz nach der Bekanntgabe des Siegs von Joe Biden über Amtsinhaber Donald Trump versammelten sich in den USA Tausende Menschen, um ihre Freude über den Machtwechsel kundzutun - unter anderem vor dem Weißen Haus. Die besten Bilder nach der Entscheidung im Präsidentschaftswahlkampf.

Joe Biden ist nach übereinstimmenden Berechnungen mehrerer US-Medien neuer Präsident der USA. Tausende Menschen treibt diese Nachricht auf die Straßen, wie hier in Washington unmittelbar vor dem Weißen Haus, in dem noch Donald Trump regiert.
Es wird getanzt, getrunken und geweint: Die liberalen Großstädte in den USA haben die Abwahl von Präsident Donald Trump mit einer großen Party begrüßt. "Du bist gefeuert", riefen die Menschen vor dem Weißen Haus in Washington, vor dem sich Tausende Menschen versammelten.
Dem Ergebnis der US-Wahl ging eine tagelande Zitterpartie voraus, in der sich Amtsinhaber Trump und Herausforderer Biden in vier Bundesstaaten ein enges Rennen lieferten.
Am Ende hatte Biden mit einem Sieg in Pennsylvania die Nase vorn - die 20 Wahlleute, die dieser Staat einbringt, gehen auf das Konto von Biden, was zu einer Mehrheit der Wahlleute reicht.
In den USA ist es üblich, dass die Präsidentenwahl auf der Basis von Prognosen großer Medienhäuser entschieden wird - normalerweise noch in der Wahlnacht. Die amtlichen Ergebnisse kommen teils erst viel später.
Wegen der Corona-Pandemie hatten Millionen Amerikaner dieses Jahr aber per Brief abgestimmt, weshalb sich die Auszählung der Stimmen hinzog.
Trump war gerade wieder einmal in seinem Golfclub in Virginia, als US-Medien am Sonntag das Ende seiner Präsidentschaft meldeten - nicht im Weißen Haus, wo sich Tausende versammelten, um das Ende seiner Amtszeit zu feiern.
Bei einer gewöhnlichen US-Wahl würde der unterlegene Kandidat nun seine Niederlage einräumen. Gewöhnlich ist an Trumps Präsidentschaft aber gar nichts, und so ist es nicht verwunderlich, dass der Noch-Amtsinhaber umgehend mitteilt, dass er Bidens Sieg nicht anerkennen will. "Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist", heißt es in einer Mitteilung Trumps.
Trump hat bereits eine Heerschar von Anwälten auf den Weg gebracht, um seinen Abschied aus dem Weißen Haus zu verhindern.
Als Bidens Vizepräsidentin wäre die Senatorin Kamala Harris die erste Frau und die erste Schwarze in diesem Amt. Auf den Straßen New Yorks und anderer Großstädte löste die Nachricht großen Jubel aus - und rührte die Menschen teils zu Tränen.
Doch es gab nicht nur Jubelszenen - auch zahlreiche Trump-Anhänger versammelten sich auf den Straßen in vielen Städten, um ihren Unmut über die Wahl kundzutun.
Auch Tränen wurden von einigen Trump-Fans vergossen...
Biden hatte vor der Wahl versprochen, das tief gespaltene Land als Präsident aller Amerikaner zu einen und aus der "Zeit der Dunkelheit" zu führen. Er will die Corona-Pandemie mit einer nationalen Strategie eindämmen, die Beziehungen zu Verbündeten in aller Welt kitten und die USA in internationale Abkommen zurückführen.
Joe Biden wird der 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden.
Doch nicht ganz Amerika ist in Feierlaune. Viele Trump-Wähler, wie hier eine Frau in Boston, gehen für ihren Präsidenten auf die Straße.
Der Vorwurf der Demonstranten: Bei der Wahl wurde betrogen. "Stop the Steal" - der Diebstahl von Wahlstimmen müssen aufhören. Dieses Mantra hatte Trump in den letzten Tagen immer wieder wiederholt, ohne Beweise für einen Wahlbetrug zu liefern.