• Das deutsche Eishockey-Nationalteam bleibt bei der WM auf Erfolgskurs.
  • Die Mannschaft von Coach Söderholm bezwang im fünften Spiel Kasachstan.
  • Gegen den Erzrivalen kann nun der Gruppensieg perfekt gemacht werden.

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Deutschlands Nationalteam hat nach dem fünften Sieg in Serie bei der Eishockey-WM 2022 in Finnland die Chance auf die beste Vorrunde der Verbandsgeschichte. Am Sonntag gewann die ersatzgeschwächte Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm gegen den Vorrundenletzten Kasachstan mühevoll 5:4 (3:2, 1:1, 1:1). Am Dienstag im abschließenden Gruppenspiel gegen den Erzrivalen Schweiz kann Deutschland im Optimalfall gar den Gruppensieg und damit die beste Ausgangslage für das Viertelfinale am Donnerstag erringen.

Jonas Müller (5. Minute) mit seinem ersten WM-Tor überhaupt, Leo Pföderl (17.), Daniel Fischbuch (19.), Lukas Reichel (26.) und Yasin Ehliz (48.) schossen in Helsinki die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Mit nun 15 Punkten stellte das DEB-Team bereits nach sechs Spielen das bislang erfolgreichste WM-Vorrunden-Abschneiden von 2019 ein. Roman Starschenko (3.), Jegor Petuchow (16.), Pawel Akolzin (40.) und Nikita Michailis (41.) trafen für den kampfstarken Außenseiter, dem der Abstieg aus der A-Gruppe droht.

Eishockey-WM: Söderholm schont Leistungsträger vor Kracher gegen die Schweiz

Da der Viertelfinal-Einzug schon vorher festgestanden hatte, schonte Söderholm einige Leistungsträger. Im Tor kam Dustin Strahlmeier von den Grizzlys Wolfsburg zu seinem WM-Debüt, NHL-Goalie Philipp Grubauer stand gar nicht im Kader. Auch die leicht angeschlagenen Korbinian Holzer und Matthias Plachta spielten nicht. "Die sind beide spielfähig, nichts Schlimmes", sagte Söderholm zum Duo aus Mannheim.

Auch zu NHL-Stürmer Tim Stützle hatte der Bundestrainer eine ähnliche Meinung. Doch der 20 Jahre alte Ausnahmestürmer wird nach seiner leichten Knieverletzung aus dem Spiel gegen Frankreich am vergangenen Montag (3:2) bei der WM nicht mehr spielen - offenbar auf Geheiß seines NHL-Teams Ottawa Senators. "Ich kommentiere das nicht. Ich bin kein Arzt. Deswegen kann ich nicht sagen, ob die Verletzung schwerwiegend ist oder nicht", sagte Söderholm verstimmt. (mt/dpa)