Die besten Bilder der Formel-1-Saison 2020

Die Formel 1 fährt in der Corona-Pandemie ohne Zuschauer: Wir zeigen Ihnen die besten Bilder der Saison 2020.

Lewis Hamilton gewinnt den Großen Preis der Toskana. Im Rahmen des Rennens bezog der Brite dabei erneut Stellung im Kampf gegen Rassismus. Er trug ein T-Shirt, das an eine von Polizisten erschossene Schwarze erinnert. Mit nun 90 Siegen kann Hamilton im kommenden Rennen mit Rekordhalter Michael Schumacher (91 Siege) gleichziehen.
Das Rennen war geprägt von zahlreichen Crashs und damit verbundenen Unterbrechungen. Bereits beim Start versagte der Motor von Max Verstappens Red Bull, woraufhin der Niederländer von Kimi Räikkönen im Alfa Romeo unsanft ins Kiesbett geschoben wurde. Neben Verstappen war auch für Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly das Rennen frühzeitig vorbei.
Die Zielgerade war übersät von Trümmerteilen, das Rennen wurde wie schon eine Woche zuvor in Monza vorerst gestoppt. Nach 25 Minuten Pause formierten sich nur noch 13 der 20 Piloten zum Neustart, bei dem diesmal alles glatt ging.
Ab Mitte des Grand Prix zeichneten sich erneut große Reifenprobleme bei den Rennwagen ab. Nach einem Reifenplatzer schlug Lance Stroll in der 44. Runde mit seinem Racing Point heftig in die Reifenstapel ein. Er konnte seinen schwer beschädigten Wagen allerdings unverletzt verlassen.
Weniger spektakulär lief das Rennen - mal wieder - für Ferrari. Beim 1000. Grand Prix der Scuderia, der gleichzeitig ein Heimspiel war, war das Traditionsteam erneut chancenlos. Sebastian Vettel fuhr auf Platz zehn, Teamkollege Charles Leclerc wurde Achter. "Es gab heute nicht viele Autos, die langsamer waren als wir. Das ist natürlich bitter", sagte Vettel nach dem Rennen.
Die Formel 1 ist doch noch für Überraschungen gut! Der Große Preis von Italien endete mit Pierre Gasly als Sieger - zum ersten Mal in seiner Karriere fuhr der Franzose von Alpha Tauri an die Spitze.
Gasly ließ sich nach dem Rennen in Monza gebührend von seinem Team feiern. Seinem Sieg war ein folgenschwerer Fehler von Mercedes vorausgegangen ...
... Weltmeister Lewis Hamilton war während des Rennens zum Reifenwechsel in die geschlossene Boxengasse gefahren - dafür belegte ihn die Rennleitung mit einer zehn-sekündigen Stop-and-Go-Strafe. Und so fiel der Brite von der Spitzenposition auf Platz 17 zurück. Am Ende reichte es nur für den siebten Rang.
Bevor Hamilton seine Strafe absitzen konnte, musste das Rennen aber erst einmal wieder aufgenommen werden ...
... Charles Leclerc war in Runde 25 mit seinem Ferrari heftig in die Streckenbegrenzung geknallt. Für den Team-Kollegen von Sebastian Vettel ging es nicht weiter, die Bergungsarbeiten sorgten für eine Rennunterbrechung.
Vettel hatte zu diesem Zeitpunkt schon lange sein Auto verlassen. Beim Ferrari-Heimspiel versagten in der sechsten Runde die Bremsen seines Boliden. Für den 33-Jährigen endete damit einmal mehr ein Rennen völlig enttäuschend.
Und auch ein weiterer prominenter Fahrer musste das Rennen frühzeitig beenden: Max Verstappen (Red Bull, vorne) verließ in der 33. Runde seinen Wagen - Probleme mit dem Motor.
Lewis Hamilton gewinnt auch den Großen Preis von Belgien. Der Brite feierte den 89. Sieg in seiner Formel-1-Karriere (seinen fünften in dieser Saison). Auf dem Podium gedachte Hamilton dem verstorbenen "Black Panther"-Star Chadwick Boseman.
Red-Bull-Pilot Max Verstappen fuhr in Belgien auf den dritten Platz und bleibt damit Hamiltons erster Verfolger in der Fahrerwertung. Dessen Mercedes-Kollege Valtteri Bottas kann den Rückstand auf Verstappen nach seinem zweiten Platz allerdings auf drei Punkte verkürzen.
Für Ferrari lief es hingegen wieder mal desaströs. Sebastian Vettel (r.) und Charles Leclerc (hinter ihm) schaffen es in Belgien nur auf die Plätze 13 und 14. Vettel reagierte angefressen und funkte seiner Box: "Die Typen vor mir werde ich sowieso nicht mehr überholen. Vielleicht denkt ihr mal über einen Stopp nach." Tatsächlich kam der 33-Jährige im Laufe des Rennens nicht mehr an Kimi Räikkönen (l.) im Alfa Romeo vorbei.
Einen heftigen Unfall gab es in Runde elf zwischen dem Alfa-Romeo-Piloten Antonio Giovinazzi (M.) und George Russell im Williams (r.). Giovinazzi hatte sich in einer Linkskurve zu weit heraustragen lassen und dadurch die Kontrolle verloren. Der Italiener schlug rechts in die Bande ein und wurde anschließend zurück auf die Strecke geschleudert. Dort konnte Russell nicht mehr ausweichen, wurde von einem Rad des Alfa erwischt und links in die Bande gedrückt.
Im Gegensatz zu ihren Rennwagen kamen beide Fahrer unbeschadet davon. Als Folge auf den Unfall kam das Safety Car auf die Strecke, was einige Fahrer für einen Boxenstopp nutzten. Auf die Top-Drei hatte das Durcheinander keinen Einfluss.
Grund zur Freude hatte Daniel Ricciardo (Foto). Der Australier fuhr im Renault die schnellste Rennrunde und wurde Vierter. Teamkollege Esteban Ocon fuhr auf Platz fünf. Renault liegt damit in der Konstrukteurswertung auf Platz sechs nur noch zwei Punkte hinter Ferrari.
Auch in Spanien setzen sich die Formel-1-Piloten gegen Rassismus ein. In diesen Sekunden war Sebastian Vettel (Mitte) noch nicht klar, dass er am Ende des Abends seine zweitbeste Saisonleistung gezeigt haben wird.
Der viermalige Weltmeister setzt in seinem roten Ferrari - Lucilla, wie er sie vor Saisonbeginn taufte - auf eine Ein-Stopp-Strategie - und wird belohnt. Von Position elf beginnend fährt Vettel auf Platz sieben.