Nach einem Unfall mit einem Böller am vergangenen Wochenende musste Profi-Fußballer Andreas Schicker eine Hand amputiert werden. Jetzt soll der Horn-Kicker Medienberichten zufolge angezeigt werden - offenbar hat er mit Sprengkörpern hantiert, die man nur mit Pyrotechniker-Ausweis kaufen kann.

Wie "orf.at" berichtet, hat Andreas Schicker am vergangenen Samstag mit einem Knallkörper der Kategorie vier hantiert. Nach dem Zünden explodiert der Böller innerhalb von sechs Sekunden, auf dem Böller war außerdem ein Sicherheitsabstand von 30 Metern gefordert. Schicker hat den Abstand offenbar nicht eingehalten und soll nun wegen fahrlässiger Gefährdung durch Sprengmittel bei der Staatsanwaltschaft Leoben (Steiermark) angezeigt werden.

Der in der Hand des Kickers explodierte Böller "Bodenknall" wird von einer deutschen Firma in erster Linie für den österreichischen Markt hergestellt. Wie die Ermittler gegenüber "orf.at" erklärten, ähnelt der Knallkörper einem roten "Dynamit-Stangerl", hat einen Durchmesser von 25 Millimetern und ist rund 20 Zentimenter lang. Wie Schicker an den Böller kam, ist noch ungeklärt - der deutsche Hersteller verkauft den Böller wohl nur an Kunden mit Pyrotechniker-Ausweis.

Nach dem Unfall ist Andreas Schicker wieder am Weg der Besserung. Dem 28-Jährigen musste nach der Explosion die linke Hand amputiert werden - Schicker war direkt nach der Operation ansprechbar. Der 27 Jahre alte Begleiter Schickers musste wegen eines schweren Schocks in Krankenhaus behandelt werden. Schickers Verein zeigte sich in einer Mitteilung auf seiner Homepage "schockiert und tief betroffen" und wünschte ihm "alles erdenklich Gute und bestmögliche Genesung". (rs)