Der endlose Wirbel um Pierre-Emerick Aubameyang und nur zwei Remis im Jahr 2018 sorgen bei Borussia Dortmund für reichlich Frust. Doch der setzt noch eins drauf und verhöhnt einen Kritiker via Twitter. Die Kollegen reagieren genervt. Das Dauerthema Aubameyang kommt nicht zur Ruhe.

Der BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang setzt nach den Querelen um seine Person noch eins drauf. Der BVB-Stürmer verspottet NRW-Sportchef Michael Makus von "Bild" über Twitter, als dieser ihn für sein Verhalten kritisiert.

Hallenkick während BVB-Spiel

Während seine Teamkollegen in Berlin nicht über ein 1:1 hinauskamen, kickte der wechselwillige Gabuner mit seiner Familie und Freunden in einer Dortmunder Fußball-Halle.

Der 28-Jährige trug dabei ausgerechnet das BVB-Trikot von Dembélé, der im vergangenen Sommer seinen Wechsel zum FC Barcelona mit einem Streik erzwungen hatte.

Michael Makus forderte Konsequenzen für sein unkollegiales Verhalten, worauf ihn Aubameyang kaum eine halbe Stunde später verspottete: "Bla bla bla als nächstes kommt das Gefängnis. Du weiß nichts, also kümmer dich um dich!!! Nicht um mich."

Auch auf den nächsten Kommentar, er habe sein Arsenal-Trikot vergessen, aber wenn er ihn mit dem Lamborghini ins Gefängnis führe, hätten sie einen Deal, reagierte Aubameyang mit wenig Respekt: "Du bist ein echter Witzbold", schreibt der 28-Jährige.

Im Team kommen solche Signale weniger gut an, die Unruhe durch das Dauerthema Aubameyang belastet die Spieler.

Aubameyang belastet den BVB

Die Unruhe auszublenden, sei schlicht "unmöglich", erklärte Weltmeister André Schürrle nach dem 1:1 zum Start in den 19. Spieltag Bundesliga-Spieltag zur Lage. "Weil es abseits vom Platz fast nur um ein Thema geht. Deswegen ist es keine einfache Situation."

"Ich habe die Fotos nicht gesehen. Grundsätzlich beschäftigt es mich nicht, wenn er in irgendeiner Ecke kickt", bemerkte BVB-Trainer Peter Stöger. "Vielleicht hat er gedacht, er muss ein bisschen mehr machen, weil er heute nicht dabei ist", sagte Schürrle.

Ob das erneute Fehlverhalten Konsequenzen haben wird und ob der BVB Aubameyang noch im Winter zum FC Arsenal gehen lässt, ist nach der Aussage Sportdirektor Michael Zorcs, man wolle an dem Stürmer festhalten, unklar.

FC Arsenal signalisiert Interesse an Aubameyang

Nach Informationen des "Kicker" hat der englische Fußball-Spitzenclub FC Arsenal ein offizielles Angebot für Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang abgegeben. Dem Bericht vom Samstag zufolge soll der Premier-League-Club bereit sein, umgerechnet mehr als 50 Millionen Euro für den Profi des Bundesligisten Borussia Dortmund zu zahlen. Arsenal-Trainer Arsène Wenger hatte sein Interesse am Dortmunder Angreifer bereits unter der Woche geäußert.

Hans-Joachim Watzke hat die Anfrage des englischen Fußball-Clubs inzwischen bestätigt. Das sagte der Clubchef des Bundesligisten Borussia Dortmund den "Ruhr Nachrichten" (Samstag). "Ich kann bestätigen, dass es eine erste Anfrage des FC Arsenal wegen Pierre-Emerick Aubameyang gegeben hat. Die Summen, die seit heute Mittag aus England genannt werden, kommentieren wir nicht", sagte Watzke.

(sh / mit Material der dpa)

Stöger hält Aubameyang Hintertürchen offen

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