Am Montagabend kam der Videobeweis in seiner bislang wohl krassesten Form zur Anwendung: Schiri Guido Winkmann holte die Teams für einen Handelfmeter aus der Pause zurück.

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Die Schiedsrichterkommission des Deutschen Fußball-Bundes hat Referee Guido Winkmann für die Anwendung des Videobeweises unmittelbar nach seinem Halbzeitpfiff im Bundesligaspiel zwischen dem FSV Mainz 05 und dem SC Freiburg (2:0) ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Der Handelfmeter sei korrekt gewesen, hieß es in einer am Montagabend kurz nach Schlusspfiff veröffentlichten Stellungnahme der DFB-Schiedsrichterkommission. Auch sei es richtig, dass Video-Assistentin Bibiana Steinhaus Schiedsrichter Guido Winkmann darauf hingewiesen habe, sich die Szene noch einmal in der Review-Area anzuschauen,

"Das müssen wir akzeptieren", sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier im Anschluss an das Spiel bei "Eurosport". "Es wird immer kurioser. Aber es ist schon regelkonform."

Halbzeitpfiff "wie jeder andere Pfiff auch"

"Der Halbzeitpfiff unterbricht das Spiel wie jeder andere Pfiff des Schiedsrichters auch", teilte die Kommission mit. Daher sei es auch regeltechnisch in Ordnung, hier Strafstoß zu geben. "Erst wenn ein Spiel wieder fortgesetzt wäre, könnte der Strafstoß nicht mehr gegeben werden."

Der Videobeweis hatte auch im letzten Montagsspiel der Saison die Gemüter erregt. Nach einem zunächst nicht geahndeten Handspiel von Freiburgs Marc Oliver Kempf pfiff Schiri Winkmann zur Pause.

Die Gäste waren schon in der Kabine, da schaute sich Winkmann die Szene nach einem Gespräch mit Video-Assistentin Steinhaus noch einmal an und entschied auf Strafstoß. Er bat die Freiburger zurück auf den Platz.

Befreiungsschlag der Mainzer

Es war der Auftakt für einen Befreiungsschlag: Pablo De Blasis traf zum 1:0 für die Mainzer.

Nach der deutlich verlängerten ersten Hälfte und dem kuriosen Gegentreffer versuchte Freiburg in die Offensive zu gehen und vergab einige gute Chancen.

Pech hatten die Gäste elf Minuten vor Schluss: Nach einem Mega-Patzer von SC-Torwart Alexander Schwolow musste De Blasis nur noch einschieben zum 2:0.

Damit verabschiedete sich Mainz vom Relegationsplatz. (ank/dpa)