• Freiburg gewinnt klar und verdient gegen zehn Unioner-Spieler.
  • Den Berlinern gelang erst kurz vor Schluss durch einen Foulelfmeter wenigstens ein Anstandstreffer.
  • Die Breisgauer springen durch den Sieg auf den zweiten Tabellenplatz, Union rutscht auf Platz fünf ab.

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Der SC Freiburg überwintert als Bayern-Jäger Nummer eins! Dank eines Hattricks von Vincenzo Grifo in nur etwas mehr als einer Viertelstunde sind die Badener zum Jahresabschluss auf den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga gestürmt. Das Team von Trainer Christian Streich gewann das Topspiel gegen den 1. FC Union Berlin am Sonntagabend nach einer furiosen Anfangsphase mit 4:1 (4:0).

Grifo traf dabei zweimal per Elfmeter (4. und 20. Minute) und einmal nach einem schönen Konter (6.). Das vierte Tor erzielte Michael Gregoritsch per Lupfer (45.+1). Per Foulelfmeter gelang Sven Michel (84.) der Ehrentreffer für die enttäuschenden und enttäuschten Berliner.

Die Freiburger gehen nach der WM-Pause damit als erster Bayern-Verfolger in die Restsaison - mit einem Rückstand von vier Punkten auf den Spitzenreiter. Bei den Berlinern, die die Englische Woche mit nur einem Zähler beendeten und auf Rang fünf überwintern, sah Verteidiger Diogo Leite wegen einer Notbremse vor 33.800 Zuschauern zudem früh die Rote Karte (19.).

Dreimal Grifo: Horror-Start für die Eisernen

Für die Gäste lief in den ersten 20 Minuten alles schief, was nur schieflaufen konnte. Erst entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin nach einem Hinweis des Videoassistenten auf Strafstoß, weil Union-Kapitän Christopher Trimmel den Ball an die Hand bekommen hatte - und Grifo verwandelte halbhoch ins rechte Eck. Dann nutzten die Freiburger einen Fehler der Berliner für einen Konter, den Grifo nach gutem Zusammenspiel mit Gregoritsch zum 2:0 vollendete.

Wieder nur zwei Minuten später gab es nach einem Foul von Nicolas Höfler an Sheraldo Becker Elfmeter auf der anderen Seite. Unions Abwehrchef Robin Knoche setzte den Ball an den linken Pfosten (10.). Und das war nicht noch alles bei diesem Horror-Start für die Köpenicker! Keine 20 Minuten waren vorbei, als Referee Aytekin für ein Foul von Diogo Leite an Freiburgs japanischem WM-Fahrer Ritsu Doan einen weiteren Strafstoß verhängte und den Abwehrspieler der Gäste vom Feld schickte. Grifo traf diesmal ins linke obere Eck.

Es war der schnellste Hattrick der Freiburger Bundesliga-Historie und der früheste eines Profis im Oberhaus seit jenem von Michael Tönnies, der beim 6:2 des MSV Duisburg gegen den Karlsruher SC im August 1991 bereits nach 16 Minuten dreimal getroffen hatte. Grifo, der vier Tage nach dem 1:3 bei RB Leipzig in die Startelf zurückgekehrt war, steht damit aktuell bei neun Saisontoren und hat seine persönliche Bestmarke in der Bundesliga bereits eingestellt.

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In der Nachspielzeit der ersten Hälfte setzte Gregoritsch dann noch einen drauf. Nach Zuspiel von Doan lupfte er die Kugel über Unions Torhüter Lennart Grill hinweg ins Netz zum 4:0. Nach der Pause plätscherte die Partie über weite Strecken nur noch vor sich hin.

Die Freiburger rundeten mit der Gala ein überragendes Jahr ab. In der Rückrunde der vergangenen Saison spielten sie bis zum Ende um die Champions-League-Plätze mit und zogen erstmals ins Finale des DFB-Pokals ein. In der aktuellen Spielzeit stehen sie sowohl im Pokal als auch in der Europa League im Achtelfinale und in der Liga hinter Rekordmeister Bayern München auf Rang zwei.

Für Union, das auch in beiden Cup-Wettbewerben überwintert und in der Liga ebenfalls wieder auf Europapokal-Kurs liegt, endete ein in Summe starkes Jahr mit einer Enttäuschung, aber immerhin noch mit einem Treffer durch den eingewechselten Michel. (best/dpa)