Kater-Stimmung beim Hamburger SV: Nach der bitteren Pleite gegen Hertha BSC taumelt der Bundesliga-Dino dem Abstieg entgegen. Nun rumort es auch innerhalb der Mannschaft immer heftiger.

Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos vom Fußball-Bundesligisten Hambuger SV ist verärgert über Neu-Trainer Christian Titz.

Der Nachfolger von Bernd Hollerbach hatte bei seinem Trainerdebüt in der Bundesliga den Griechen auf die Auswechselbank gesetzt.

Titz wollte gegen Hertha BSC Berlin (1:2) schnelle Innenverteidiger für die Spieleröffnung, wie er sagte. Papadopoulos wie auch Mergim Mavraj gehörten offensichtlich nicht dazu.

"Dass man die Erfahrenen, die letzte Saison den Klassenerhalt geschafft haben, nicht in die Mannschaft nimmt, kann ich nicht verstehen", grollte Papadopoulos und kritisierte: "Diese Aktion, immer etwas Neues zu versuchen, ist nicht das Beste."

Kein Kommentar von Neu-Trainer Titz

Titz wollte die Reaktion des Abwehrspielers am Samstagabend nicht kommentieren. Zunächst will er sich mit dem Griechen unterhalten.

Doch nicht nur die Spieler verlieren zunehmend die Nerven. Auch Fans des HSV sorgten direkt nach Abpfiff der Partie für Negativschlagzeilen.

Aufgrund einzelner körperlicher Auseinandersetzungen unter Hamburg-Anhängern kam es zu einem Polizeieinsatz.

Auch Polizeikräfte seien angegriffen worden und hätten Zwangsmittel einsetzen müssen, hieß es in einer Mitteilung der Hamburger Polizei am Samstag auf Twitter.

Der TV-Sender "Sky" zeigte nach dem Spiel Bilder von vermummten Fans, die auf Krawall aus waren. Die Polizei musste Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, hieß es dort.

Die Anhänger hatten offenbar versucht, über den Parkplatz und die Buseinfahrt in den angrenzenden Spielertrakt zu kommen. Vor dem Stadion setzte die Polizei dann etwa 50 bis 60 Fans fest und beruhigte die Lage. (dpa/fte)