• Der FC Liverpool hat im FA-Cup-Finale gegen den FC Chelsea triumphiert.
  • Es ist bereits das zweite Finale in dieser Saison, das die Reds gegen Chelsea gewinnen.
  • Da bekommt sogar Liverpool-Coach Jürgen Klopp Mitleid mit dem Gegner und seinem Trainerkollegen Thomas Tuchel.

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Der FC Liverpool hat erstmals seit 15 Jahren wieder den englischen FA Cup gewonnen und so die Chance auf historische vier Titel innerhalb einer Saison gewahrt. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp entschied am Samstag das Pokal-Finale gegen Thomas Tuchels FC Chelsea mit 6:5 im Elfmeterschießen. Die Blues hingegen scheiterten zum dritten Mal hintereinander im FA-Cup-Endspiel.

Liverpool-Torwart Alisson Becker wurde vor den Augen des britischen Thronfolgers und FA-Präsidenten Prinz William sowie rund 85 000 Zuschauern im Wembley-Stadion zum Helden. Der Brasilianer hielt den Schuss von Chelsea-Stürmer Mason Mount, bevor der eingewechselte Konstantinos Tsimikas den entscheidenden Elfer für die Reds verwandelte und Klopp und die Fans ausgelassen jubeln ließ.

Doch noch im Moment des Triumphs zeigt Klopp Mitgefühl für seinen deutschen Trainerkollegen Thomas Tuchel und dessen FC Chelsea. "Es tut mir wirklich leid für Chelsea", sagte Klopp beim Sender BBC. Schon im Ligapokal-Finale vor drei Monaten hatte sich Liverpool im Elfmeterschießen gegen Chelsea durchgesetzt.

Klopp: "Das ist zu hart"

"Zum zweiten Mal! 120 Minuten und dann hast du nix, das ist zu hart", sagte Klopp, der als erster deutscher Coach den Pokal gewonnen hat, mit heiserer Stimme. Zuvor war die Partie im Wembley-Stadion bis zum Ende der Verlängerung torlos geblieben. "Es war nervenaufreibend", so Klopp. "Wir sind Mentalitätsmonster, aber es gab heute auch Mentalitätsmonster in Blau! Chelsea hat heute herausragend gespielt, aber am Ende muss es einen Gewinner geben und das waren wir heute."

Mit dem Triumph im FA Cup hat Jürgen Klopp etwas geschafft, was vor ihm nur einem gelungen ist. Klopp ist erst der zweite Trainer, der den FA Cup, die Champions League, den Ligapokal und die englische Meisterschaft mit einem Club gewonnen hat. Das schaffte vor ihm nur Sir Alex Ferguson mit Manchester United.

Klopp hat aber noch die Möglichkeit, diesen Erfolg zu toppen. Sollte es Liverpool gelingen, in der Premier League an den letzten beiden Spieltagen Tabellenführer Manchester City noch zu überholen und anschließend das Champions-League-Finale gegen Real Madrid zu gewinnen, wäre er der erste Trainer, der mit einem englischen Club historische vier Trophäen in einer Saison gewinnt.  © dpa