• Franco Foda hat verkündet, dass er als Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft zurücktreten wird.
  • Wenige Tage zuvor hatte die Mannschaft die WM-Qualifikation verpasst.
  • Für das Scheitern übernehme er die volle Verantwortung, erklärte der 55-Jährige.

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Wenige Tage nach der verpassten WM-Qualifikation hat Franco Foda seinen Rücktritt als Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft angekündigt. Er übernehme die volle Verantwortung für das Scheitern, teilte der 55-jährige Deutsche am Montag auf einer Pressekonferenz mit. Somit wird sein 48. Länderspiel an diesem Dienstag gegen Schottland sein letztes sein.

Franco Foda betreut Österreich nur noch gegen Schottland

"Ich habe mir die letzten Tage viele Gedanken gemacht. Ich habe mich letztendlich gestern am Abend entschieden. Es stand zwar noch im Raum, dass ich eventuell auch die Möglichkeit gehabt hätte auf eine Vertragsverlängerung. Aber das hat für mich dann keine Rolle mehr gespielt, weil ich die Verantwortung dafür übernommen habe", betonte Foda. "Deshalb ist meine Tätigkeit als Teamchef nach dem Spiel gegen Schottland beendet."

In der jetziger Situation sei es das Wichtigste, dass Ruhe einkehre. Der Mannschaft teilte er seinen Entschluss am Montagvormittag mit, es sei sehr emotional gewesen. "Es war mir eine große Ehre als Nationaltrainer und mit dieser Mannschaft zu arbeiten", sagte Foda. "Es waren viereinhalb tolle Jahre. Mein Nachfolger kann sich auf eine charakterlich einwandfreie Mannschaft freuen, die gut ist und viel Entwicklungspotenzial hat. Ich bin davon überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren mit dem Nationalteam viel Freude haben werden."

Seit 1998 wartet Österreich auf WM-Teilnahme

Die Österreicher hatten am Donnerstagabend durch ein 1:2 gegen Wales die Teilnahme an der WM im Spätherbst in Katar verpasst. Fodas Kontrakt hätte durch das Scheitern am 31. März geendet. Er hatte das Team im Herbst 2017 als Nachfolger von Marcel Koller übernommen. Unter ihm schaffte die ÖFB-Auswahl im vergangene Sommer unter anderem den ersten Sieg an einer EM-Endrunde.

Aber Österreich wartet seit 1998 auf eine WM-Teilnahme. ÖFB-Präsident Gerhard Milletich hatte nach dem WM-Aus mitgeteilt, dass bis spätestens Ende April über den Posten des Teamchefs und gegebenenfalls einen Nachfolger Fodas entschieden werden soll.

Nur "Wunderteam"-Architekt Hugo Meisl übertrifft Fodas Bilanz an Siegen

Foda gewann 27 seiner bisherigen 47 Spiele. Nur Trainer-Legende Hugo Meisl, der Anfang der 30er Jahre das sogenannte "Wunderteam" zusammenstellte und mit ihm 14-mal in Folge ungeschlagen blieb, fuhr mit 71 mehr Siege ein. Aber in den vergangenen viereinhalb Jahren hat Foda nicht ein Pflichtspiel gegen ein Team gewonnen, das in der Weltrangliste vor Österreich steht. (ff/dpa)