Erstmals seit langer Zeit verzichtet Joachim Löw auf Mesut Özil bei einem wichtigen Spiel. In der WM-Partie gegen Schweden sitzt Deutschlands Nummer 10 nur auf der Bank. Nach dem knappen Erfolg sendet Özil mit einem Bild aus der Umkleidekabine ein deutliches Signal.

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Beim 2:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden stand Mesut Özil zum ersten Mal seit 26 WM- oder EM-Spielen nicht in der Startelf.

Nach seiner überschaubaren Leistung bei der 0:1-Niederlage gegen Mexiko zum Auftakt in die WM entschied sich Bundestrainer Joachim Löw am Samstag, Marco Reus für den 29-Jährigen von Beginn an zu bringen.

Auch im Verlauf der Partie wurde Özil nicht eingewechselt. In der Schlussphase, als das DFB-Team auf den wichtigen Siegtreffer drängte und Löw volles Risiko ging, kam stattdessen Julian Brandt ins Match.

Özil postet Selfie aus der Kabine

Trotzig wegen der Tatsache, nicht gespielt zu haben, war Özil allerdings nicht. Immer wieder litt er bei vergebenen Chancen mit seinen Teamkollegen mit - und jubelte gemeinsam mit ihnen, als Toni Kroos in der fünften Minute der Nachspielzeit den Ball nach einem Freistoß ins lange Eck wuchtete und seine Mannschaft zum knappen Sieg schoss.

Nach dem Spiel war die Laune dementsprechend bestens bei der deutschen Mannschaft - auch bei Özil, der es schwer haben dürfte, zurück in die erste Elf zu kommen.

"Was für ein Kampf! Wir sind ein Team - auf und neben dem Platz. Egal, was andere sagen", postete Özil. Dazu ein Bild, das ihn und Reus, der stark aufgespielt hatte, nach dem Match in der Umkleidekabine zeigt.

Damit spielte Özil zum einen auf die Diskussionen in den vergangenen Tagen an, in denen es hieß, dass es beim DFB-Team eine Disharmonie aufgrund von Grüppchenbildungen gebe.

Zudem dürfte es ein Statement in Richtung aller Kritiker gewesen sein, die Özil nach der Erdogan-Affäre nicht mehr im Kader des Weltmeisters sehen wollten.

Dass die Mannschaft aller Unkenrufe zum Trotz intakt ist, hat sie mit ihrer Aufholjagd gegen Schweden - bei der sie in der Schlussphase nach dem Platzverweis für Jerome Boateng in Unterzahl spielte - jedenfalls gezeigt. (tfr)

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