Ihr mysteriöser Tod hatte Bestürzung ausgelöst und viele Fragen offengelassen: Judoka und Olympiazweite Claudia Heill beging vor fast drei Wochen Selbstmord. Am Dienstag wird sie auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt. Neben der Familie und den Angehörigen bekommen auch Fans die Gelegenheit, Abschied zu nehmen. Der Gedenkgottesdienst findet im Mai statt.

Die im Alter von 29 Jahren verstorbene Judo-Olympiazweite von Athen 2004 findet auf dem Wiener Zentralfriedhof ihre letzte Ruhestätte. Heill wird in der Luegerkirche, Tor 2, aufgebahrt und in einem Ehrengrab der Gemeinde Wien beigesetzt. Von 12 bis 14 Uhr haben Freunde und Fans die Möglichkeit, sich von der Sportlerin in der Friedhofskirche zum Hl. Karl-Borromäus zu verabschieden. Kondolenzbücher liegen auf.

Um 14 Uhr beginnt die Trauerfeier. Pfarrer Bernhard Maier, Priester und Seelsorger bei den Olympischen Spielen 2004 und 2008, leitet sie. Die Ansprache kommt vom Präsidenten des österreichischen Judoverbandes, Hans Paul Kutschera. Als Musikstücke wurden Mozarts "Ave verum corpus" und das "Ave Maria" von Bach/Gounod ausgewählt.

Letzte Ruhestätte nahe Falco

Im Anschluss an die Trauerfeier wird Heill in einem Ehrengrab der Stadt Wien (Gruppe 40, Grab Nr. 71), in der Nähe das Grabes Falcos, beigesetzt. In dieser Gräbergruppe haben vor allem Kulturschaffende, aber auch Sportgrößen wie Ferry Dusika und Ernst "Ossi" Ocwirk ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Der Gedenkgottesdienst findet am Mittwoch, den 4. Mai 2011, um 11.30 Uhr in der Südstadt Kirche in Maria Enzersdorf statt.