• Marcel Hirscher zeigt bei seinem Debüt beim Erzbergrodeo auf.
  • Er freut sich jetzt schon aufs nächste Jahr.

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Der deutsche Motorradfahrer Manuel Lettenbichler hat sich am Sonntag den Sieg beim Erzbergrodeo gesichert. Bei hohen Temperaturen in der Steiermark benötige der KTM-Pilot 2:58:51 Stunden, um sich 3:26 Minuten vor dem Spanier Mario Roman (Sherco) bzw. 13:02 vor dem Kanadier Trystan Hart (KTM) durchzusetzen.

2015 hatte Lettenbichlers Vater Andreas das größte Dirtbike-Festival der Welt gewonnen. Ex-Skistar Marcel Hirscher überzeugte bei seinem Debüt mit einem Top-100-Rang.

Michael Walkner (GasGas) lag in der ersten Hälfte des Rennens hinter Lettenbichler auf Rang zwei, bekam dann aber Probleme und hatte sichtlich zu kämpfen. Der Salzburger - nicht verwandt mit Ex-Dakar-Sieger Matthias Walkner - belegte nach 3:40,32 Stunden den sechsten Platz. Nur acht Piloten von den 500, die sich für das Hauptrennen qualifiziert hatten, schafften es bei der 26. Ausgabe des Offroad-Spektakels ins Ziel.

Hirscher lag nach vier Stunden im besten Fünftel des Feldes

Hirscher trat zum ersten Mal an. Der 33-jährige Salzburger, der seine aktive Ski-Karriere 2019 beendet hatte, bezwang ohne fremde Hilfe, die in diesem Jahr erstmals untersagt war, 17 der insgesamt 27 Checkpoints. Damit lag der achtmalige Gesamtweltcupsieger auf seiner Husqvarna nach vier Stunden, als auf dem Berg aus Eisen Schluss war, im besten Fünftel des Starterfeldes. Seine Positionierung reichte zu Rang 97.

"Die Schwierigkeit am Anfang war, ins Rennen hineinzufinden. Ich bin sehr zufrieden, sehr happy, dass ich meine Leistung bringen konnte und freue mich schon jetzt aufs nächste Jahr", erklärte Hirscher im Ziel. Das Erzbergrodeo sei "echt verrückt" und "sehr intensiv", habe ihm aber sehr viel Spaß gemacht. "Wenn ich mir jetzt den Berg anschaue und an die letzten Tage zurückdenke, kann ich nur sagen: Danke, wir sehen uns nächstes Jahr wieder!"

Sieger Lettenbichler bezeichnete die 26. Auflage als "eine der härtesten der Geschichte". Speziell die Passagen, die sich über Nacht verändert hatten, hätten es in sich gehabt. "Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel", sagte der 24-Jährige, der sieben Jahre nach seinem Vater die prestigeträchtige Trophäe nach Hause holte. "Das ist eine echt coole Story." Walkner freute sich über Platz sechs: "Ich bin glücklich über dieses Ergebnis. Es ist mein Heimrennen, und so ein ikonisches dazu."  © APA