• Eislauf-Weltverband erhöht Mindestalter im Eiskunstlauf.
  • Nach dem Dopingskandal um Kamila Walijewa bei den Olympischen Winterspielen 2022 wurde das niedrige Mindestalter immer wieder kritisiert.
  • Dabei wurden vor allem die psychischen Risiken in Verbindung mit Leistungsdruck betont.

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Die Zeit der 15-jährigen Vierfach-Springerinnen bei EM, WM und Olympia läuft ab.

Der Weltverband ISU wird das Mindestalter im Eiskunstlauf bis zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo auf 17 Jahre anheben. In der Saison 2023/24 dürfen 16-Jährige antreten und im Winter darauf nur 17 Jahre alte Läuferinnen.

Die DEU hätte es noch lieber gesehen, wenn der norwegische Antrag zur Altersbegrenzung angenommen worden wäre: Danach hätten schon von kommenden Winter an nur 17-Jährige bei EM und WM starten dürfen.

Imagewechsel nach Dopingskandal

Die ISU zog mit der Limitierung des Alters die Konsequenz aus der Kontroverse um die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa bei den Peking-Spielen.

Die damals 15-Jährige war durch eine positive Dopingprobe unter Druck geraten. Bekannt wurde das Ergebnis am 8. Februar - einen Tag nach dem Sieg der Russen mit Walijewa im olympischen Teamwettbewerb.

Nach tagelangem Wirbel durfte sie auch wegen des Status' als Minderjährige dennoch im Einzel starten. Sie hielt aber dem massiven öffentlichen Druck nicht stand und verpasste als Vierte eine Medaille im Kür-Einzel.

Gesundheitliche Risiken verringern

Im Antrag der ISU-Führung war die Einführung einer Altersbeschränkung mit gesundheitlichen Risiken für junge Eisläufer wie "Burnout, Essstörungen und langfristige Verletzungsfolgen" durch die immer höhere Zahl von Vierfachsprüngen begründet worden.

Als Reaktion auf den Olympia-Skandal in China hatte das Internationale Olympische Komitee die Weltverbände dazu gedrängt, ein generelles Mindestalter im Sport zu prüfen. (dpa/ktu)

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Olympia 2022: Diese Skandale und Eklats bestimmten die Schlagzeilen bei den Spielen von Peking

Neben großen sportlichen Erfolgen und bitteren Niederlagen wurden die Olymischen Spiele von mehreren Skandalen überlagert. Neben den anhaltenden Diskussionen um die Menschenrechtslage in China, bestimmten unter anderem die Anzüge der Skispringerinnen und die Doping-Vorwürfe gegen Kamila Walijewa die Spiele. Eine Übersicht.