• Der Weltverband hat den Turner Iwan Kuljak für ein Jahr gesperrt.
  • Der 20-Jährige hatte im März für einen Skandal gesorgt, als er auf seinem Trikot anstelle des Wappens ein "Z" trug.
  • Der Buchstabe wird von Befürwortern des russischen Angriffskriegs in der Ukraine genutzt .

Mehr Sportthemen finden Sie hier

Wegen seiner Provokation mit dem "Z"-Symbol beim Weltcup in Doha ist der russische Turner Iwan Kuljak für mindestens ein Jahr gesperrt worden. Wie der Weltverband FIG am Dienstagabend mitteilte, hat die zuständige Ethikkommission weitere Sanktionen gegen den 20-Jährigen verhängt. Kuljak wurde nachträglich vom Weltcup disqualifiziert und muss die Bronzemedaille sowie das Preisgeld (500 Schweizer Franken) zurückgeben.

An den Prozesskosten muss sich Kuljak mit 2.000 Schweizer Franken (rund 1.900 Euro) beteiligen. Die Sanktionen gelten vom 17. Mai 2022 an für ein Jahr. Ist der von der FIG verfügte Ausschluss russischer Turner am 17. Mai 2023 noch in Kraft, bleibe auch Kuljak weiter von allen FIG-Veranstaltungen suspendiert. Der Russe kann gegen dieses Urteil innerhalb von 21 Tagen Einspruch beim zuständigen Panel der Ethikkommission einlegen.

Buchstabe wird von Befürwortern des russischen Angriffskriegs in der Ukraine genutzt

Kuljak hatte Anfang März in Doha für einen Skandal gesorgt, als er bei der Siegerehrung nach der Entscheidung am Barren auf seinem Trikot anstelle des Wappens ein "Z" als Zeichen der Unterstützung für den Krieg Russlands in der Ukraine trug. Der Buchstabe wird von Befürwortern des russischen Angriffskriegs in der Ukraine genutzt und steht für "za pobedu" ("Für den Sieg").

Seit März dürfen nach einem neuen Beschluss der Exekutive bis auf Weiteres Sportler aus Russland und Belarus nicht mehr an Veranstaltungen unter der Hoheit der FIG teilnehmen. Gleiches gilt für Offizielle und auch Kampfrichter. Für den Weltcup in Doha galt noch der FIG-Beschluss vom 26. Februar, wonach wegen der von Belarus unterstützten Invasion Russlands in die Ukraine nur die Flaggen beider Länder nicht gezeigt und deren Hymnen nicht gespielt werden durften. (dpa/mbo)  © dpa

Russischer Turner schockiert mit Kriegssymbol "Z" auf der Brust

Bei der Siegerehrung für die Disziplin am Barren sorgte der russische Turner Ivan Kuliak für Empörung. Er trug das nationale Kriegssymbol auf seinem Trikot. © ProSiebenSat.1