Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer hat sich für einer Verkleinerung der Olympischen Spiele stark gemacht. Der 30-Jährige sieht den Gigantismus kritisch. Allerdings befürchtet er, dass man dem Wandel der Zeit nicht mehr entfliehen kann.

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Selbst mit der Goldmedaille um den Hals bleibt Biathlet Arnd Peiffer ein großer Olympia-Kritiker.

"Ich bin nicht der Typ, der nur weil er erfolgreich war, alles in den Himmel lobt. Ich sehe durchaus den Gigantismus kritisch und stelle die Nachhaltigkeit der Olympischen Spiele in Frage", sagte der 30-Jährige am Dienstag nach der Siegerehrung auf der Medal Plaza in Pyeongchang der Deutschen Presse-Agentur.

Peiffer hatte am Sonntag überraschend den Sprint gewonnen und nach WM-Gold 2011 den zweiten großen Einzeltitel seiner Karriere geholt.

Olympia soll wieder kleiner werden

Peiffer sprach sich dafür aus, die Weltspiele des Sports wieder kleiner zu halten, "die Umwelt nicht ganz zu zerstören und es weniger pompös zu gestalten."

Im Zuge der Globalisierung müsse aber wohl immer alles wachsen. "Mehr Zuschauer, mehr Fernsehgeld - dem kann man wahrscheinlich nicht richtig entfliehen", meinte der Harzer.


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Dramatisch, spektakulär, emotional: Olympische Spiele hinterlassen immer bleibende Eindrücke. Bilder aus Pyeongchang.

© dpa