Alpiner Ski-Weltcup: Marcel Hirscher, Mikaela Shiffrin und Ilka Stuhec sind die großen Sieger

Sie haben sich die großen und kleinen Kristallkugeln gesichert: Die Gesamtweltcup- und Disziplinengewinner im Überblick.

US-Skistar Mikaela Shiffrin steht schon vor dem Ende der Saison als Gesamtweltcup-Siegerin fest. Vier Tage nach ihrem 22. Geburtstag krönt sie sich zur zweitjüngsten Läuferin, der das gelungen ist. Damals gewann die 19-jährige Janica Kostelic den Gesamtweltcup.
Auch die Slalomwertung geht an Shiffrin. Ihren Erfolg erklärt sich die US-Amerikanerin so: "Ich habe die Energie und die Kraft, zu trainieren, wenn alle anderen nicht mehr können. Die vielen Kilometer, die ich auf der Piste mache, kann man mit nichts ersetzen, daher kommt die Dominanz."
Tina Weirather entscheidet einen wahren Kugel-Krimi für sich: Die Liechtensteinerin muss bis zum Ende zittern. Sie liegt im letzten Super-G der Saison schließlich 35 Hundertstel Sekunden vor Ilka Stuhec - und hängt die Slowenin in der Disziplinenwertung damit um fünf Punkte ab.
In der Abfahrt lässt sich die Speed-Dominatorin der Saison die Kugel jedoch nicht nehmen. Die zweitplatzierte Sofia Goggia (ITA) hat 137 Punkte Rückstand, der drittplatzierten Lara Gut (SUI) fehlen sogar 237 Punkte.
Und noch eine zweite Kristallkugel darf Ilka Stuhec mit nach Hause nehmen: Auch in der Kombination reicht es für den Sieg. Bei den Herren entscheidet der Franzose Alexis Pinturault die Wertung für sich - er liegt elf Punkte vor dem Schweizer Niels Hintermann.
Bei den Herren sichert sich einmal mehr Marcel Hirscher den Gesamtweltcup - zum sechsten Mal in Folge. Das ist vor ihm noch keinem Läufer gelungen.
Zudem gelingt dem Salzburger ein persönlicher Rekord: Am Ende der Saison hat er im Gesamtweltcup 675 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Kjetil Jansrud. Sein bisher größter Vorsprung waren 497 Punkte in der Saison 2015/16.
Die Kristall-Sammlung wächst: In dieser Saison sichert sich Hirscher auch die Disziplinenwertung im Slalom und Riesenslalom - und damit die Kugeln Nummer 13 und 14. Sechs große und acht kleine Kristallkugeln hat der 28-Jährige bisher gewonnen.
Kjetil Jansrud (NOR) holt sich beim Weltcup-Finale in Aspen seine Super-G-Kugel nur noch ab. Als Disziplinensieger stand er schon vorher fest. Es ist sein zweites Kristall nach der Saison 2014/15.
Damit hat sicher nicht einmal Peter Fill selbst spekuliert. Der Südtiroler entscheidet in der vergangenen Saison nicht nur überraschend die Streif für sich, sondern holt historisches Kristall: Es ist die erste Abfahrts-Kugel für Italien überhaupt.
Beim Nationencup gibt es hingegen keine Überraschung: Zum 28. Mal in Folge sichert sich Österreich den Sieg. Seit 1990 ist die Trophäe fix in ÖSV-Hand - der Vorsprung auf Italien beträgt 559 Punkte.
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