"Wollte nicht mehr am Leben sein": Die wichtigsten Zitate von Harry und Meghan

Von dem mit Spannung erwarteten TV-Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry dürfte der Palast das Schlimmste erwartet haben. Zwar hielt sich das Paar mit persönlichen Angriffen auf einzelne Mitglieder zurück, doch einige Aussagen gewähren schockierende Einblicke hinter die Kulissen des Systems. Die wichtigsten Zitate.

Für ihre psychische Krise macht Meghan maßgeblich die britischen Boulevardmedien verantwortlich. "Sie haben von Beginn unserer Beziehung an angegriffen und so sehr zum Rassismus aufgewiegelt, deshalb hat sich unser Risiko verändert. (…) Es ist nicht nur verrückter Klatsch."
Über den Umgang der Boulevardpresse mit seiner Frau Meghan sagt Prinz Harry: "Meine größte Sorge war, dass sich die Geschichte wiederholt", und zieht damit Parallelen zum tragischen Tod seiner Mutter Diana.
Direkte Kritik übt Prinz Harry nur an seinem Vater, Prinz Charles: "Ich fühle mich wirklich im Stich gelassen, weil er durch etwas Ähnliches gegangen ist. (…) Er weiß, wie sich Schmerz anfühlt." Charles habe irgendwann aufgehört, Harrys Anrufe entgegenzunehmen. Das habe ihn sehr enttäuscht.
Vor der Geburt ihres Kindes Archie habe es Bedenken und Gespräche darüber gegeben, "wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird". Welches Mitglied der britischen Königsfamilie dies thematisiert hat, verrät das Paar nicht, weil dies "sehr schädlich" für einige Personen wäre.
Der Palast habe ihr Leben stark eingeschränkt, erzählt Meghan. Unterstützung, zum Beispiel gegen die Anfeindungen durch die Presse, hat das Paar hingegen vermisst. Meghan: "Ich kenne die Institution (Monarchie) nicht, deshalb wurde uns gesagt, wir sollen schweigen."
Über ihr angebliches Zerwürfnis mit ihrer Schwägerin Kate sagt Meghan, ein Vorfall sei von der Presse komplett falsch dargestellt worden - und jeder in der Königsfamilie habe das gewusst. Dies sei für sie "der Beginn eines wahren Rufmordes" gewesen. "Ich habe verstanden, dass ich nicht nur nicht geschützt werde, sondern dass sie (die Royals) bereit waren, zu lügen, um andere Familienmitglieder zu schützen."
Über den Vorfall, bei dem Herzogin Kate sie zum Weinen gebracht habe, sagt Meghan: Tatsächlich habe sich Kate "über etwas aufgeregt", dann aber ihren Fehltritt eingesehen und sich dafür entschuldigt. "Sie ist eine gute Person", sagt Meghan.
Sein Vater und sein älterer Bruder William seien im königlichen System "gefangen", sagt Harry. "Sie kommen nicht raus. Und ich habe deswegen riesiges Mitgefühl." Zu seiner Großmutter, Königin Elizabeth II., habe er eine "richtig gute Beziehung".
Die finanzielle Unterstützung wurde vonseiten der Königsfamilie komplett eingestellt. "Ich habe aber das, was meine Mutter mir hinterlassen hat. Und ohne das hätten wir das nicht geschafft."
Bei all dem Sprengstoff, den das TV-Interview mit Oprah Winfrey enthält, gibt es aber auch ein erfreuliches Thema. Harry und Meghan haben das Geschlecht ihres zweiten Kindes bekannt gegeben: "Es ist ein Mädchen."
Er und Meghan hätten "alles getan, was wir konnten", um in der königlichen Familie zu bleiben, sagt Harry. "Ich bin traurig, dass passiert ist, was passiert ist." Mit seinem Bruder William hofft er auf eine Versöhnung. "Zeit heilt alle Wunden, hoffentlich." Und über seinen Vater Charles sagt er auch: "Ich werde ihn immer lieben."