Sarah "Fergie" Ferguson: Eine Skandalnudel wird 60

Sarah Ferguson und Prinz Andrew verstehen sich blendend. So harmonisch war es beim Ex-Ehepaar nicht immer – sehr zur Freude der britischen Boulevardpresse. In der übrigen Königsfamilie hat man "Fergie" ihre Fehltritte bis heute nicht verziehen. Nun feiert die Skandalnudel 60. Geburtstag.

Unbekümmert, witzig und voller Power - anfangs war sogar die britische Königin Elizabeth II. von ihrer temperamentvollen Schwiegertochter "Fergie" angetan. Doch die rothaarige Herzogin von York entpuppte sich schnell als Skandalnudel und ihre kurze Ehe mit Prinz Andrew bescherte dem Königshaus so manche Schlagzeile ... (Bild: 1991)
Am 15. Oktober 1959 kam Sarah Margaret Ferguson in London zur Welt. Ein Kontakt zur königlichen Familie bestand schon früh, denn ihr Vater, Major Ronald Ivor Ferguson, war Manager des Polo-Teams von Prinz Charles. (Bild: 1961)
Den unmittelbaren Kontakt zu Prinz Andrew bekam "Fergie" allerdings durch eine langjährige Freundin: Prinzessin Diana. 1985 wurde die gelernte Sekretärin von den Royals zu einer Party auf Schloss Windsor eingeladen. Dort nahm auch ihre Beziehung zu Andrew ihren Anfang. (Bild: 1982)
Am 23. Juli 1986 läuteten für Sarah und Prinz Andrew die Hochzeitsglocken in der Londoner Westminster Abbey. Mehrere hundert Millionen Zuschauer verfolgten die royale Traumhochzeit weltweit vor ihren Fernsehbildschirmen. Durch die Eheschließung erhielt Ferguson den Titel Ihre königliche Hoheit, die Herzogin von York.
Das Paar bekam zwei Töchter, Beatrice (r.) und Eugenie, die beide – ähnlich wie ihre Mutter - immer wieder durch modische Fehltritte auf sich aufmerksam machten. Doch die Ehe von Andrew und Fergie hielt nicht lange. (Bild: 1997)
Schon wenige Jahre nach der Hochzeit steckte die Ehe in einer Krise. Immer wieder wurde "Fergie" mit anderen Männern gesichtet, sie soll schon während ihrer Ehe Affären gehabt haben. Im Frühjahr 1992 trennte sich das Paar schließlich. (Bild: 1988)
Als eine Zeitung dann auch noch die spärlich bekleidete "Fergie" zeigte, wie sie sich vom Finanzberater John Bryan (Bild, 1993) die Zehen küssen ließ, war Schluss mit lustig. 1996 ließ sich das Paar endgültig scheiden.
Auch danach blieb "Fergie" in den Schlagzeilen: Kostspielige Reisen, teure Designerkleidung und hohe Personalkosten trieben sie fast in den Ruin. Mit Werbung für das Diät-Unternehmen Weight Watchers, für Porzellan und Damenbinden sowie als Kinderbuchautorin versuchte sich die Herzogin über Wasser zu halten. (Bild: 2003)
Einem als Geschäftsmann getarnten Reporter bot sie für 500.000 Britische Pfund Business-Kontakte zu ihrem Ex-Mann an. Später musste sie sich für das unseriöse Verhalten entschuldigen. In einer Talkshow in den USA gestand sie, dass ihre finanzielle Situation "außer Kontrolle" geraten sei.
Diplomatische Spannungen zwischen London und Ankara löste sie aus, als sie - verkleidet mit Perücke und Kopftuch - heimlich einen Dokumentarfilm über die Zustände in türkischen Waisenhäusern drehte. (Bild: 2004)
Andrew und "Fergie" sehen sich heute als beste Freunde, leben quasi Tür an Tür und machen zusammen Urlaub. Ihre Eltern seien "das glücklichste, unverheiratete Paar", sagen ihre Töchter Beatrice und Eugenie. (Bild: 1995)
Auch 2015, als erstmals der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen Prinz Andrew aufkam, verteidigte "Fergie" ihren Ex: "Er ist ein großartiger Mann, der beste Mann der Welt." Im Rahmen der Ermittlungen gegen den US-Multimillionär Jeffrey Epstein behauptet eine 17-Jährige, sie sei zum Sex mit Andrew genötigt worden. Der Buckingham-Palast weist das zurück.
"Fergie" hält weiter zu Andrew und inzwischen kursiert sogar das Gerücht, die beiden seien längst wieder ein Paar. Am Hofe ist die quirlige Ex-Herzogin allerdings weiterhin "Persona non grata" und wird zu vielen Festen nicht eingeladen. (Aufnahmedatum unbekannt)
Vor allem das Verhältnis zu ihrem Ex-Schwiegervater Prinz Philip war lange frostig. Bei der Hochzeit von Eugenie soll der Ehemann der Queen ihr aber ein bisschen zugelächelt haben - britische Medien werteten das umgehend als "Anzeichen der Aussöhnung". Im Leben von Sarah Ferguson eine ungewöhnlich positive Schlagzeile.