Diese Frauen wurden wie Silvia von Schweden über Nacht zu Royals

Silvia von Schweden war eigentlich gelernte Dolmetscherin und als Hostess bei den Olympischen Spielen 1972 tätig, als sie den schwedischen Kronprinzen Carl Gustaf traf und später zur Königin wurde. Ähnlich erging es auch anderen Royals. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Silvia von Schweden ist seit 2011 die am längsten amtierende Königin Schwedens. Dass ihr Leben eines Tages diese Wendung einschlagen würde, hat die Tochter eines deutschen Geschäftsmanns und einer gebürtigen Brasilianerin in ihrer Jugend wohl kaum gedacht.
Dort lernte sie ihren zukünftigen Mann, Carl XVI. Gustaf von Schweden, kennen, der zu diesem Zeitpunkt noch Kronprinz war. 1976 folgte die Hochzeit, die die Deutsche nahezu über Nacht zur schwedischen Königin machte. Mittlerweile nennt sie Schweden eine der beliebtesten Monarchinnen aller Zeiten.
Als Silvias Sohn Prinz Carl Philip mit Sofia Hellqvist 2010 eine Beziehung einging, sorgte dies in Schweden für einen Skandal. Der Prinz, der zu diesem Zeitpunkt als Zweiter in der Thronfolge stand, galt damals in den Medien als das schwarze Schaf der Königsfamilie. Seine Beziehung zu dem Reality-Star und Erotik-Model Sofia Hellqvist schien das zu bestätigen: Sie hatte zuvor freizügig für ein Männermagazin posiert und an der schwedischen Dating-Show "Paradise Hotel" teilgenommen.
Über die Jahre verflog die anfängliche Skepsis gegenüber Hellqvist. Nach vier Jahren verlobte sich das Paar und heiratete schließlich am 13. Juni 2015. Hellqvist erhielt den Titel Prinzessin Sofia, Herzogin von Värmland. Besonders durch ihr soziales Engagement – etwa während der Corona-Pandemie – ist die Zweifach-Mutter mittlerweile in der Gunst der Schweden gestiegen.
Sie gilt bis heute als die "Königin der Herzen”. Zugegeben, Diana Frances Spencer führte vor ihrer Hochzeit mit dem britischen Thronfolger Prinz Charles kein Leben fernab des britischen Adels. Sie wurde auf dem königlichen Gut Sandringham in Norfolk geboren und hatte durch ihre Familie Verbindungen in royale Kreise, durch die sie 1977 den Sohn der Queen traf. Die Beziehung zu ihm begann 1980, als die damals 19-Jährige als Kindergärtnerin arbeitete.
Mit ihrer Hochzeit am 29. Juli 1981 wurde Diana nicht nur zur Prinzessin, sondern auch bald zur berühmtesten Frau der Welt. 1982 und 1984 steigerte sich das Interesse an der Prinzessin noch, als sie Prinz William und Prinz Harry zur Welt brachte. Nach einer skandalträchtigen Scheidung von Prinz Charles 1996 starb die Fürstin von Wales am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris.
Acht Jahre nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete Prinz Charles am 10. Februar 2005 mit Herzogin Camilla seine erste große Liebe. Camilla, die als Camilla Rosemary Shan zur Welt kam, arbeitete nach ihrer Schulzeit für eine Raumausstatterfirma. Sie lernte Prinz Charles Anfang der 70er Jahre kennen und führte eine Beziehung mit ihm. Allerdings endete diese 1972 – Camilla heiratete daraufhin den Offizier Andrew Parker Bowles, hier auf dem Bild, und Prinz Charles schließlich Diana.
In den 80er Jahren flammte die Liebe zwischen dem ehemaligen Paar wieder auf – obwohl beide zu diesem Zeitpunkt verheiratet waren. Es folgte eine skandalöse Affäre, die 1993 an die Öffentlichkeit kam. Zahlreiche Schlagzeilen später heiratete das Paar 2005. Camilla schaffte es seither, ihre anfängliche Unbeliebtheit im Volk mit ihrer gutgelaunten Art umzuwandeln.
Ob Kate Middleton (hier mit Vater Michael) wohl geahnt hat, dass sie während ihres Studiums Prinz William kennenlernen und zehn Jahre später zur Herzogin werden würde? Catherine Elizabeth Middleton traf den Briten, der an zweiter Stelle in der Thronfolge steht, 2001 an der University of St Andrews in Schottland. Neun Jahre später hielt der Sohn von Prinz Charles um ihre Hand an.
Das Paar heiratete am 29. April 2011 und aus Kate Middleton wurde Herzogin Catherine von Cambridge. Die 38-Jährige gilt als royaler Liebling des Landes – nicht zuletzt wohl auch aufgrund des süßen Nachwuchses des Paares: Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis.
Statt vom Mädchen nebenan zur Prinzessin machte Meghan Markle den Wandel von einer bekannten Schauspielerin zur Herzogin durch. Die "Suits"-Schauspielerin lernte Prinz Harry 2016 durch gemeinsame Freunde kennen. Die Hochzeit folgte am 19. Mai 2018.
Was so märchenhaft begann, wurde für das Paar schnell zur Herausforderung. Bereits vor der Verlobung der Royals gab es besonders in den britischen Medien zahlreiche Negativschlagzeilen für die US-Schauspielerin, welche sich nach der Hochzeit und während ihrer Schwangerschaft mit Sohn Archie weiter vermehrten. Prinz Harry und Herzogin Meghan beschlossen daraufhin im Januar 2020 ihre Unabhängigkeit vom englischen Königshaus.
Auch der Vermählung der Argentinierin Maxima Zorreguieta Cerruti und Willem-Alexander, der zu diesem Zeitpunkt noch niederländischer Kronprinz war, lagen anfangs Steine im Weg. Die Bankerin lernte den Royal 1999 auf einer Veranstaltung in Sevilla kennen. Allerdings war dem niederländischen Parlament die militärische Vergangenheit ihres Vaters ein Dorn im Auge – zur Vermählung war allerdings die Zustimmung des Parlaments nötig.
Für Willem-Alexander war damals klar: Er will die Argentinierin heiraten, auch wenn das Parlament dies ablehnt und er damit nicht mehr König werden kann. Doch es fand sich ein Kompromiss, der Trauung wurde zugestimmt und aus Maxima Cerruti wurde so am 2. Februar 2002 Prinzessin von Oranien-Nassau. 2013 dankte Königin Beatrix ab und so wurde Máxima am 30. April des Jahres mit dem Amtsantritt ihres Mannes zur Königin der Niederlande. Das Paar hat drei gemeinsame Töchter.
Von der Karriere als Profi-Schwimmerin und Model auf den fürstlichen Hof Monacos: Das war der Weg der heutigen Fürstin Charlène von Monaco. Nachdem Charlène Lynette Wittstock ihre Schwimmkarriere 2007 aus gesundheitlichen Gründen beenden musste, war sie unter anderem in der “Sports Illustrated” als Model zu sehen. Bereits sieben Jahre zuvor hatte sie den damaligen monegassischen Erbprinzen Albert in Monaco kennengelernt. An dessen Seite präsentierte sie sich seit dem Jahr 2006 zunehmend in der Öffentlichkeit.
Im Jahr 2010 wurde dann die Verlobung des Paares bekanntgegeben. Fürst Albert II., der 2005 zum regierenden Fürst Monacos wurde, heiratete Charlène am 1. Juli 2011 standesamtlich und am Tag darauf kirchlich. Am 10. Dezember 2014 brachte Charlène von Monaco dann die Zwillinge Gabriella Thérèse Marie und den Thronfolger Jacques Honoré Rainier zur Welt.
Die Vergangenheit von Mette-Marit Tjessem Hoiby musste das norwegische Volk erst einmal verdauen, als Kronprinz Haakon 2000 verkündete, dass er sich mit der damals 27 Jahre alten Studentin verlobt hat. Denn nicht nur die bürgerliche Herkunft der Auserkorenen, die er auf einem Musikfestival kennengelernt hatte, wurde kritisch beäugt. Zudem hat sie einen unehelichen Sohn aus einer vorherigen Beziehung und eine wilde Party-Vergangenheit inklusive Alkohol- und Drogenexzesse.
Haakon stand hinter Mette-Marit und auch das Königspaar König Harald V. von Norwegen und Königin Sonja war bald von ihr begeistert. Mette-Marit und Haakon heirateten am 25. August 2001 im Osloer Dom, womit sie zur Kronprinzessin von Norwegen wurde. Mittlerweile erfreut sich die 47-Jährige großer Beliebtheit. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder: Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen und Prinz Sverre Magnus von Norwegen.
Die Verlobung von Mary von Dänemark und Kronprinz Frederik von Dänemark wurde in den Medien als ein wahrgewordenes Märchen gefeiert: Ein Prinz verliebt sich in eine Bürgerliche. Die gebürtige Australierin traf auf den Prinzen in einem Pub während der Olympischen Sommerspiele in Sydney 2000. Sie verliebten sich und Mary Elizabeth Donaldson zog zwei Jahre später nach Dänemark, wo sie bei Microsoft arbeitete. Am 8. Oktober 2003 gab das Paar dann seine Verlobung bekannt.
Die Hochzeit folgte am 14. Mai 2004 in Kopenhagen. Bereits ein Jahr später bekam das Paar mit Sohn Christian seinen ersten Nachwuchs. Später folgten 2007 Isabella sowie die Zwillinge Vincent und Josephine im Jahr 2011.