Prinzessin Charlotte Elizabeth Diana von Cambridge – so lautet der vollständige Name des "Royal Baby 2". Eine wirkliche Überraschung ist das nicht. Doch warum haben sich Prinz William und Herzogin Kate für diese drei Vornamen entschieden?

Der Hauptgrund, warum Prinz William und Herzogin Kate ihre Tochter Charlotte Elizabeth Diana genannt haben, ist wohl einfach: Ihnen gefällt der Name! Doch das alleine reicht bei einem "Royal Baby" natürlich nicht aus. Die Windsors sind auch bei der Namensgebung ihrer Geschichte und ihren Traditionen verpflichtet. So stecken die drei Vornamen des "Royal Baby" voller Bedeutungen:

Warum Charlotte?

Das gute Aussehen der Herzogin sorgt für krude Theorien.

Charlotte ist die weibliche Form von Charles und damit wohl eine Anspielung auf den königlichen Großvater, den Prinzen von Wales. In der Ahnengalerie des britischen Königshauses hat der Frauenname zudem Tradition: Im 18. Jahrhundert war die Ehefrau von König George III. als "Queen Charlotte" bekannt, und auch Tochter und Enkelin des Königs hießen so. Auch der zweite Vorname von Kates Schwester Pippa Middleton lautet Charlotte - und auch John Spencer, der Bruder von Lady Diana, gab seiner Tochter den Namen Charlotte. Cleverer Schachzug also, denn so wurden sämtliche Familienzweige bei der Namenswahl berücksichtigt.

Warum Elizabeth?

Dass der zweite Vorname von Prinzessin Charlotte ein Tribut an Queen Elizabeth II. ist, versteht sich von selbst. Äußerst traditionell, denn in der britischen Royals-Historie ist die Uroma des "Royal Babys" nicht die einzige mit diesem Namen – man denke nur an Königin Elisabeth I.

Warum Diana?

Auch die Wahl des dritten Vornamens liegt auf der Hand: Es ist eine Hommage an Prinz Williams verstorbene Mutter Diana Spencer. Bis heute wird die 1997 verunglückte Diana in Großbritannien und vielen Teilen der Welt als "Prinzessin der Herzen" verehrt.

Namensforscher: "Das ist ja sehr langweilig"

Dass sich Prinz William und Kate für diese Namen entschieden haben, hält der deutsche Namensforscher Knud Bielefeld für wenig überraschend: "Das ist ja sehr langweilig, das hat sich fast aufgedrängt, diese Namenskombination", sagte Bielefeld der Deutschen Presseagentur. Der Hobbyforscher ermittelt regelmäßig populäre Vornamen in Deutschland.

Seiner Meinung nach könnte die Namenswahl aber auch in Deutschland junge Eltern beeinflussen - in unterschiedlichem Maße. "Charlotte ist sowieso in Deutschland ein Trendname, vor allem in norddeutschen Großstädten". Elizabeth – oder Elisabeth – sei hierzulande zeitlos und nicht so "verbrannt" wie richtige Modenamen. Dass in Zukunft viele Kinder in Deutschland auf den Namen Diana hören werden, glaubt der Namensforscher eher nicht. Zu sehr sei der Vorname mit Prinz Williams tödlich verunglückter Mutter verbunden. Aber vielleicht sehen das junge Mütter in Zukunft anders. (dpa / jwo)