• Für die Filmmusik zu "Dune" hat der gebürtige Deutsche Hans Zimmer einen Oscar gewonnen.
  • Seinen zweiten Goldjungen feiert er auf ungewöhnliche Weise.
  • Zur Oscar-Verleihung tragen einige Stars blaue Bänder, um ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen.
  • Nach der kleinen Veranstaltung im vergangenen Jahr feiert die Branche sich in diesem Jahr mit einer großen Gala.

Hans Zimmer hat einen Oscar gewonnen. Der 64-Jährige wird für die Filmmusik zum Science-Fiction-Epos "Dune" ausgezeichnet, wie die Akademie in der Nacht zum Montag bei Twitter bekanntgab.

Der aus Deutschland stammende Filmkomponist feierte seine Ehrung in einer Hotelbar in Amsterdam. Er twitterte ein Foto von sich im weißen Frottee-Bademantel und mit einer Oscar-Statue und schrieb dazu auf Englisch: "Es ist 2:00 Uhr nachts in Amsterdam und meine Tochter Zoë hat mich geweckt, um in die Hotelbar zu gehen. Wow!!"

Danach twitterte er ein Video aus der Hotelbar, in dem er sich unter lautem Jubel aus dem Hintergrund vor allem bei den "Dune"-Musikern bedankt, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Und er dankte "Dune"-Regisseur Denis Villeneuve, den er als seinen "Seelenverwandten" bezeichnete.

Bereits der zweite Oscar für Hans Zimmer

Für Zimmer, der seit Langem in den USA lebt, ist es bereits der zweite Oscar. In den 1990ern war er bereits für die Musik zum Disney-Zeichentrickfilm "Der König der Löwen" ausgezeichnet worden.

"Dune" hat damit gleich zu Beginn mehrere Oscars in Neben-Kategorien gewinnen, unter anderem Bester Schnitt, Bester Ton und Bestes Szenenbild.

Offiziell sollte die Verleihung gegen 2:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnen. Vorab kamen die ersten Gäste auf dem roten Teppich in Los Angeles an. Darunter waren Schauspieler Will Smith, die Tennisikonen Serena und Venus Williams und Filmemacherin Maggie Gyllenhaal. Darsteller Timothée Chalamet kam mit Jackett, aber ohne Hemd.

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Viele Stars zeigen Solidarität mit den Menschen im Ukraine-Krieg

Einige trugen blaue Bänder mit der Aufschrift "WithRefugees", um Solidarität mit den Menschen im Ukraine-Krieg zu zeigen. So ein ban trug auch Schauspielerin Jamie Lee Curtis, die im Gespräch mit Steven Gätjen von ProSieben sagte: "Falls hier eine Person ist, die nicht die Ukraine unterstützt, schicke sie her ... sage ihnen, dass sie zu mir kommen sollen."

Bereits vorab hatte Schauspieler Sean Penn (61) zu einem Boykott der Gala aufgerufen, falls sie ohne den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stattfinden sollte. In einem CNN-Interview sagte der Schauspieler und Regisseur am Samstag, dass ein Erscheinen Selenskyjs bei der Show vor einem Millionenpublikum eine großartige Gelegenheit für eine Ansprache gewesen wäre.

Sean Penn: Oscar-Statuen aus Protest "einschmelzen"

Er befürchte aber, dass die Filmakademie dies nicht weiter verfolgt habe. In diesem Fall wäre das der "schamloseste Moment in der Geschichte Hollywoods". Er selbst würde seine beiden Oscar-Statuen aus Protest "einschmelzen", sagte Penn. Er hat zwei Oscars für die Filme "Mystic River" (2004) und "Milk" (2009) gewonnen.

Die Filmbranche feiert in diesem Jahr die 94. Oscar-Verleihung mit einer großen Gala im Dolby Theatre, nachdem die Preisverleihung im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie im deutlich kleineren Rahmen stattgefunden hatte.

Mit zwölf Nominierungen ist der Film "The Power of the Dog" der diesjährige Oscar-Favorit. Zehn Nominierungen erhielt das Science-Fiction-Epos "Dune". Auch Filme wie "West Side Story", "King Richard", "Belfast" oder "Coda" haben mehrere Gewinnchancen. (dpa/dh/ank)

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