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Von
Luisa Meid

Filme wären ohne ihre Musik nicht das, was sie sind. Sie sorgt für die großen Gefühle, die ein Kinoerlebnis ausmachen. Hinter grandiosen Soundtracks wie "Rainman", "König der Löwen" und "The Dark Knight" steckt ein Mann aus Deutschland. Das sind Hans Zimmers größte Filmhits...

"König der Löwen" wurde 1995 zum Filmhit. Die Musik des Disney-Films ist preisgekrönt und wird bis heute als Musical gefeiert. Nun kommt der Klassiker wieder in die Kinos und mit ihm Songs wie "Circle of Life", "Hakuna Matata" und "Can't Wait to Be King".
Komponiert wurde die Musik zu "König der Löwen" von dem Deutschen Hans Zimmer, der hier ganz unprätentiös auf dem roten Teppich zur Filmpremiere erscheint. 1995 bekam er für "König der Löwen" den Oscar, einen Grammy und einen Golden Globe Award. Weitere Klassiker stammen aus seiner Feder...
Seine erste Oscar-Nominierung erhält Zimmer 1989 für die Musik zum Drama "Rainman", in dem es um die Beziehung der Brüder Raymond (Dustin Hoffman) und Charlie (Tom Cruise) geht. Der Soundtrack zu "Rainman" bedeutet für Zimmer den internationalen Durchbruch als Filmkomponist.
1996 wird dem Autodidakten Hans Zimmer erneut der Grammy verliehen. Diesmal für die Musik des U-Boot-Kriegsfilm "Crimson Tide – In tiefster Gefahr".
Mit der romantischen Komödie "Rendezvous mit einem Engel", mit Whitney Houston und Denzel Washington in den Hauptrollen, heimst Zimmer eine weitere Oscar-Nominierung ein. In Houston findet Zimmer die perfekte Interpretin seiner Film-Balladen.
Für den Soundtrack zu dem Monumentalfilm "Gladiator" aus dem Jahr 2001 wird Zimmer erneut ein Golden Globe Award verliehen, sowie zahlreiche andere Preise.
2002 beweist Hans Zimmer erneut, dass er die Dramatik von Kriegsfilme mit der passenden Musik unterstreichen kann. So sind die Zuschauer von "Pearl Harbor" nicht nur wegen der schauspielerischen Leistungen von Josh Hartnett (links) und Ben Affleck (Zw. v. links) gerührt.
Seine romantische Ader kehrt Hans Zimmer in der Komödie "Was das Herz begehrt" (2003) mit Diane Keaton und Jack Nicholson hervor.
Hans Zimmer ist ein absoluter Allrounder. Mit der "Madagascar"-Reihe, von der der erste Film 2005 in den Kinos läuft, vertont er komödiantische Trickfilme.
Auch für die Filmmusik von "Last Samurai" (2003) mit Tom Cruise in der Rolle des Nathan Algren ist Zimmer verantwortlich. Besonders das Stück "Safe Passage" wird von den Kritikern gelobt und die Qualität der Musik höher bewertet als die des Films.
Für die Musik der Romanverfilmung "The Da Vinci Code – Sakrileg" mit Audrey Tautou und Tom Hanks in den Hauptrollen wird Zimmer für zahlreiche Preise nominiert. Der Komponist hat bis zum Jahr 2006 bereits Musik für 87 Filme geschrieben.
Ein weiterer Höhepunkt in Zimmers Karriere ist der Soundtrack zum Batman-Film "The Dark Knight", in dem er den Krieg zwischen Bruce Wayne (Christian Bale) und Joker (Heath Ledger) vertont. Für die Musik wird ihm der Grammy verliehen.
Den Sherlock-Holmes-Filmen mit Robert Downey jr. und Jude Law verpasst Zimmer ebenfalls den richtigen Sound.
In "Inception" (2010) arbeitet Zimmer die Zeitsprünge, die in der Geschichte gemacht werden, in seine Musik ein. Der Soundtrack besteht aus dem Teilen und dem Vervielfachen des Tempos des Édith-Piaf-Stücks "Non, je ne regrette rien".
2013 berührt Hans Zimmer mit seiner Musik zum Filmdrama "12 Years A Slave" die Kinobesucher.
2014 komponiert Hans Zimmer den Soundtrack zum Science-Fiction-Drama "Interstellar" mit Matthew McConaughey und Anne Hathaway. Wieder erhält er zahlreiche Preis-Nominierungen für seine Musik.
2016 kollaboriert Hans Zimmer mit Pharrell Williams und schafft einen großartig vielfältigen Soundtrack für den Film "Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen".
Für das Kriegsdrama "Dunkirk" (2017) kreiert Zimmer in Zusammenarbeit mit Lorne Balfe und Benjamin Wallfisch die Filmmusik. Im Film wird wenig gesprochen, so kommt der Musik eine besonders tragende Rolle zu.
Zuletzt wagt sich Zimmer an einen weiteren Science-Fiction-Film. "X-Men: Dark Phoenix" trägt eindeutig die Handschrift des deutschen Komponisten.